Hymer setzt auf durchgängige Lösungen für Ausbau und Fassade

Wer an Fassaden arbeitet, bewegt sich täglich in einem Umfeld, das hohe Anforderungen an Arbeitssicherheit, Flexibilität und Effizienz stellt. Unterschiedliche Gebäudegeometrien, wechselnde Untergründe und enge Platzverhältnisse verlangen nach Steigtechnik, die sich schnell an wechselnde Einsatzbedingungen anpassen lässt und gleichzeitig normgerechtes Arbeiten ermöglicht. Die Hymer-Steigtechnik mit Sitz in Wangen im Allgäu positioniert sich in diesem Umfeld mit einem umfassenden Portfolio aus Leitern, Fahrgerüsten und Absturzsicherungssystemen, das speziell auf Anforderungen im Ausbau- und Fassadenhandwerk zugeschnitten ist.
Fokus auf Sicherheit und Flexibilität
Fassadenarbeiten zählen im Ausbaugewerbe zu den anspruchsvolleren Einsatzbereichen. Unterschiedliche Gewerke wie Putzarbeiten, die Montage von Dämmplatten, Klinkerverblendungen, Vorhangfassaden oder Spenglerarbeiten erfordern jeweils angepasste Zugangslösungen. Hinzu kommen Faktoren wie unebene Untergründe, schmale Arbeitsbereiche zwischen Gerüst und Fassade oder häufiges Umsetzen der Steigtechnik entlang der Gebäudehülle. Instabile Konstruktionen oder unzureichende Absturzsicherung wirken sich dabei nicht nur auf den Arbeitsablauf, sondern unmittelbar auf die Sicherheit der Beschäftigten aus.
„Für viele Betriebe ist entscheidend, dass sich die Steigtechnik flexibel an wechselnde Einsatzbedingungen anpassen lässt”, sagt Christian Frei, Vertriebsleiter Steigtechnik bei der Hymer-Leichtmetallbau GmbH & Co. KG.

Leitersysteme für unterschiedliche Zugangssituationen
Im Bereich mobiler Steigtechnik setzt das Unternehmen auf ein breit gefächertes Sortiment an Serienleitern, die auf typische Einsatzsituationen an Fassaden abgestimmt sind. Die Teleskopleiter 4142 verfügt über klappbare Ausleger, die einen sicheren Stand auch bei beengten Platzverhältnissen ermöglichen. Durch die Höhenverstellung in 280-Millimeter-Schritten sowie die Möglichkeit zur Treppenstellung lässt sich das System an unterschiedliche Geländeprofile anpassen. Gerade bei Arbeiten an Gebäuden mit Niveauunterschieden oder Treppenanlagen reduziert dies den zusätzlichen Aufwand für Hilfskonstruktionen. Für die Stabilität sorgen Bügelgelenke aus Stahl sowie ein Sperrelement mit Stahlkern.
Für Arbeiten im Bereich von Dachschrägen oder Traufzonen bietet das Unternehmen die Einhänge-Schiebeleiter 6092 an. Sie verfügt über stufenlos ausziehbare Handläufe und einen Schnellverschluss, wodurch ein sicherer Aufstieg ermöglicht werden soll. Die Höhenanpassung erfolgt in 250-Millimeter-Schritten. Ergänzt wird das System durch die Alu-Diele Telesteg 6859, die als Überbrückungslösung ausgelegt ist. Die Konstruktion lässt sich beidseitig ausziehen, mittig teilen und ist für höhere Materiallasten ausgelegt. Gerade bei Fassadenarbeiten mit umfangreichem Werkzeug- und Materialtransport in der Höhe spielt die Tragfähigkeit solcher Systeme eine wesentliche Rolle.

Fahrgerüste: Hymer erweitert die Einsatzflexibilität
Bei längeren Arbeitsabschnitten stoßen klassische Leitern häufig an praktische Grenzen. Für diese Einsatzbereiche bietet Hymer ein Programm aus 15 unterschiedlichen Fahrgerüsttypen mit Gerüsthöhen von 1,80 bis 13 Metern an. Ziel ist es, größere Arbeitsflächen mit möglichst geringem Montageaufwand zu kombinieren. „Bei längeren Arbeiten bieten unsere fahrbaren Gerüste eine große Arbeitsplattform und lassen sich gleichzeitig schnell aufbauen und komfortabel verschieben“, betont Christian Frei.
Die Konstruktionen basieren auf werkzeuglos steckbaren Aluminiumbauteilen und Klickverschlüssen, wodurch sich die Montage beschleunigen lässt. Höhenverstellbare Lenkrollen gleichen Unebenheiten auf dem Untergrund aus, was insbesondere bei Sanierungsprojekten im Bestand relevant ist. Für Arbeiten mit geringerem Abstand zur Wand können die Gerüste zusätzlich auf einer Fahrtraverse montiert werden. Dadurch lässt sich die Konstruktion seitlich entlang der Fassade verschieben, ohne dass ein Umbau erforderlich wird.
Die Fahrgerüste entsprechen laut Hersteller der aktuellen Norm EN 1004. Bei den Modellen 7070 und 7075 kommen vorlaufende Sicherheitsgeländer des Systems „Advanced Safe-T“ zum Einsatz, die bereits vom Boden aus eingehängt werden können. Bei den übrigen Modellen übernimmt der sogenannte Hymer-Lifter diese Funktion. Dabei handelt es sich um eine Greifstange, mit der obere Verstrebungen vom sicheren Stand aus montiert werden können.

Absturzsicherung für Arbeiten am Dachrand
Da Fassadenarbeiten häufig bis in Dachbereiche hineinreichen, gewinnen Absturzsicherungen an Bedeutung. Insbesondere bei Anschlussarbeiten am Ortgang, Wartungsarbeiten an Dachrändern oder Spenglerarbeiten entstehen Gefährdungen, wenn keine kollektiven Schutzmaßnahmen vorhanden sind. Mit den HYGHTS-Geländersystemen bietet Hymer-Steigtechnik ein modulares System zur Absturzsicherung für Flachdächer an. Die Konstruktion arbeitet ballastiert und kommt ohne Eingriffe in die Dachstruktur aus. Im Unterschied zu persönlicher Schutzausrüstung soll das System mehrere Personen gleichzeitig absichern und gleichzeitig Bewegungsfreiheit auf der Dachfläche gewährleisten.
Das Baukastensystem ist auf unterschiedliche Dachgeometrien ausgelegt. Verstellbare Pfosten ermöglichen den Ausgleich von Dachneigungen zwischen minus fünf und plus 30 Grad. Winkelverbinder erlauben zudem die Anpassung an komplexere Grundrisse. Die Ballastelemente bestehen aus recycelbarem Kunststoff und sind auf ergonomisches Handling ausgelegt. Transport und Stapelung erfolgen über ein Stecksystem.
„Das HYGHTS-Geländersystem ist konsequent für den Einsatz auf dem Dach konzipiert. Intuitive Handhabung und ein cleveres Klippsystem sparen Zeit und entlasten die Monteure spürbar“, so Christian Frei.
Nach Unternehmensangaben erfüllen die Systeme die Anforderungen der DIN EN 13374, der TRBS 2121-1, der DGUV Information 201-056 sowie der ASR A2.1. Gefertigt werden die Geländersysteme aus korrosionsbeständigem Aluminium oder Edelstahl; optional sind auch pulverbeschichtete Ausführungen in RAL-Farben erhältlich.

Digitale Planung für Dachsicherungssysteme
Ergänzend zum Produktportfolio stellt das Unternehmen einen kostenfrei nutzbaren 3D-Online-Konfigurator zur Verfügung. Damit lassen sich Dachflächen digital erfassen und passende Geländersysteme einschließlich Zubehör konfigurieren. Ziel ist eine vereinfachte Planung komplexerer Dachsicherungsprojekte bereits im Vorfeld der Montage.
„Viele unserer Kunden suchen eine Lösung, die den sicheren Zugang zum Dach und das Arbeiten darauf zuverlässig abdeckt“, ergänzt Christian Frei. „Mit der Kombination aus unseren Steigleitern und den HYGHTS-Geländersystemen lassen sich diese Anforderungen praxisnah umsetzen.“
Die Hymer-Leichtmetallbau GmbH & Co. KG wurde 1962 gegründet und befindet sich bis heute im Besitz der Gründerfamilie. Am Standort in Wangen im Allgäu produziert das Unternehmen Steigtechniksysteme für den professionellen Einsatz im Handwerk und in der Industrie.
Fotos: Hymer-Leichtmetallbau




