Mehr Sicherheit bei Fertigteil- und Ortbetondecken

Mit dem Safeflex-System erweitert Doka sein Portfolio an Sicherheitslösungen für den Schalungsbau und adressiert damit gezielt die Anforderungen beim Arbeiten an Fertigteil- und Ortbetondecken. Das Safeflex-System knüpft an das bereits 2024 eingeführte Safeflex-Schiebegitter an und verfolgt den Ansatz, Arbeitsprozesse auch dann sicher zu gestalten, wenn sie nicht aus der gesicherten Position von unten erfolgen können.
Die sicherste Position für Tätigkeiten an Betondecken bleibt der Stand unterhalb der Konstruktion. Diese Vorgabe ist auch in der DGUV Regel 101-014 verankert, die aus Gründen der Sicherheit und Ergonomie grundsätzlich den Ein- und Ausbau von Schalungssystemen von unten fordert.
In der Praxis erweist sich dies jedoch insbesondere bei der Montage von Fertigteilen häufig als nicht umsetzbar. Beschäftigte bewegen sich dabei regelmäßig im Bereich potenzieller Absturzkanten. Vor diesem Hintergrund kommt technischen Schutzmaßnahmen im Sinne eines Kollektivschutzes eine zentrale Bedeutung zu.

Anforderungen der Regelwerke und praktische Umsetzung
Die DGUV Regel schreibt für Tätigkeiten von oben geeignete Absturzsicherungen oder Auffangeinrichtungen vor. Hier setzt das System mit einem stabilen Schutzgitter aus Stahl an, das sowohl präventiv wirkt als auch im Ernstfall Bewegungsenergie aufnehmen kann. Der Auf- und Abbau erfolgt dabei aus der gesicherten Standposition: Die Gitter werden von unten eingehängt und nach oben geschwenkt.
Neben diesem sicherheitstechnischen Ansatz liegt ein weiterer Fokus auf der Handhabung im Baustellenalltag. Die Komponenten sind witterungsbeständig ausgeführt und können ohne besonderen Schutz im Freien gelagert werden, was den logistischen Aufwand reduziert. Gleichzeitig bleibt der Wartungsbedarf gering. „Unser Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die es dem Kunden sowohl in der Bedienung als auch Lagerung und Wartung so einfach wie möglich macht, und ihm gleichzeitig ein Maximum an Sicherheit bietet“, so Philipp Eberlein, Produktmanager bei Doka Deutschland. „Darum haben wir diese leichte, aber robuste Stahlgitterlösung entwickelt.“

Safeflex-System als integraler Bestandteil effizienter Abläufe
Das Safeflex-System ist so konzipiert, dass zentrale Arbeitsschritte weiterhin von unten ausgeführt werden können. Die formschlüssige Verbindung der Jochträger über entsprechende Systemkomponenten erhöht die Stabilität der Gesamtkonstruktion. Jochträger, Querstangen und Gitterelemente lassen sich vollständig aus der gesicherten Position montieren. Erst bei nachfolgenden Arbeitsschritten, etwa beim Verlegen von Fertigteilen oder Schalungsplatten von oben, greift der kollektive Seitenschutz durch die Systemgitter.
Dieser Ansatz wirkt sich auch auf die Organisation der Arbeitssicherheit aus. Da der Arbeitsbereich durch das System gesichert ist, kann in vielen Fällen auf persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz verzichtet werden. Gleichzeitig beschleunigen vordefinierte Systemmaße den Auf- und Abbau der Grundkonstruktion. Die stabile Verbindung der Jochträgerebene ermöglicht zudem eine deutliche Reduzierung der erforderlichen Stützbeine, die sich bei Einsatz eines Wandhalters nahezu vollständig vermeiden lässt. In Kombination mit dem Einsatz des XT20-Trägers lassen sich Materialeinsatz und Montageaufwand weiter reduzieren.
Flexibilität und Kompatibilität im Systemverbund
Ein wesentliches Merkmal des Systems ist seine Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Grundrisse. Die Querstangen sind in einem 5-Zentimeter-Raster ausgeführt, wodurch sich variable Geometrien realisieren lassen. Die pulverbeschichteten Gitterelemente sind in mehreren Breiten verfügbar und zur besseren Unterscheidung farblich codiert. Anwender können die Elemente sowohl erwerben als auch im Mietmodell nutzen.
Zudem ist das System auf Kompatibilität mit bestehenden Lösungen ausgelegt. Vorhandene Komponenten aus dem Dokaflex-System, darunter H20-Träger, Eurex-Deckenstützen und Schalungsplatten, lassen sich mit ergänzenden Safeflex-Komponenten weiterverwenden. Dies erleichtert die Integration in bestehende Materialbestände und reduziert Investitionsaufwand.
Abschließend ist festzuhalten, dass sowohl das Safeflex-System als auch das Safeflex-Schiebegitter nach dem aktuellen DGUV Test GS-Bau-18 in der Version 12/2024 geprüft sind. Die darin verschärften Sicherheitsanforderungen bilden den normativen Rahmen, innerhalb dessen sich das System positioniert.
Fotos: Doka




