Liebherr Maschinen bewähren sich bei Fantoni in Norditalien

Im norditalienischen Osoppo verarbeitet der Holzwerkstoffhersteller Fantoni täglich rund 5.000 Tonnen Holz. Damit die großen Mengen an Frisch- und Recyclingholz zuverlässig bewegt, sortiert und aufbereitet werden können, setzt das Unternehmen auf einen durchgängigen Materialfluss. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei vier Maschinen von Liebherr, die unter anspruchsvollen Bedingungen rund um die Uhr im Holzeinsatz stehen.
Liebherr L 580 Xpower und LH 50 M Timber Litronic im Einsatz
Die Firmenzentrale der Fantoni-Gruppe liegt im Nordosten Italiens nahe der Alpen und des Flusses Tagliamento. Auf dem weitläufigen Werksgelände werden Holzrohstoffe aus unterschiedlichen Quellen angeliefert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Zwei Radlader des Typs L 580 XPower sowie zwei Holzumschlagmaschinen LH 50 M Timber Litronic übernehmen dabei wesentliche Aufgaben im innerbetrieblichen Materialumschlag. Sie bewegen Frischholz und Recyclingmaterial, beschicken Aufbereitungsanlagen und tragen dazu bei, dass die Produktionsprozesse ohne Unterbrechung ablaufen.
„Am Standort in Osoppo verladen wir täglich mehr als 3.000 Tonnen Frischholz und mehr als 2.000 Tonnen Recyclingholz“, erklärt Michele Di Santolo, Produktionsmanager bei Fantoni.
Das familiengeführte Unternehmen zählt zu den international etablierten Herstellern von Holzwerkstoffen. Zum Produktspektrum gehören unter anderem MDF- und Spanplatten, Laminate, schallabsorbierende Systeme sowie Büromöbel. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sind fest in der Unternehmensstrategie verankert. Ein erheblicher Teil des Energiebedarfs wird durch eigene erneuerbare Energiequellen gedeckt, während recycelte Rohstoffe und ressourcenschonende Produktionsverfahren die Grundlage des Produktionskonzepts bilden.

Materialfluss zwischen Bahn, Lkw und Aufbereitung
Täglich erreichen mehrere hundert Lkw mit Holzstämmen und Holzabfällen das Werk. Hinzu kommen umfangreiche Frischholzmengen, die per Bahn angeliefert werden. In einem separaten Umschlagbereich übernehmen die beiden LH 50 M Timber Litronic das Entladen und Stapeln der Stämme. Die Maschinen sorgen dafür, dass die angelieferten Rohstoffe effizient eingelagert und für die weitere Verarbeitung bereitgestellt werden.
Die beiden L 580 XPower-Radlader kommen vor allem bei der Verarbeitung von Recyclingholz zum Einsatz. Mit ihren Hochkippschaufeln sortieren sie unterschiedliche Materialfraktionen, bilden Haufwerke und beschicken Brech- und Aufbereitungsanlagen. Dort werden die Holzabfälle zerkleinert und gleichzeitig sortiert. Anschließend wird ein Teil des Materials über hohe Bordkanten hinweg in Förderanlagen verladen und dem weiteren Produktionsprozess zugeführt.
Holzumschlag unter Staubbelastung: Anforderungen an Technik und Verfügbarkeit
Die Einsatzbedingungen im Holzumschlag stellen hohe Anforderungen an Maschinen und Bedienpersonal. Neben schweren Lasten gehören enge Platzverhältnisse und eine erhebliche Staubentwicklung zum Arbeitsalltag. Vor diesem Hintergrund spielten Leistungsfähigkeit, Effizienz, Wartungsfreundlichkeit und Betriebssicherheit bei der Maschinenwahl eine zentrale Rolle.
Das technische Kernstück der XPower-Radlader ist der leistungsverzweigte Fahrantrieb. Das System kombiniert die Vorteile hydrostatischer und mechanischer Antriebstechnologien und passt deren Zusammenspiel automatisch an die jeweilige Arbeitssituation an. Dadurch soll eine hohe Kraftübertragung mit wirtschaftlichem Kraftstoffverbrauch verbunden werden.
Ergänzt wird das Konzept durch eine ergonomisch gestaltete Fahrerkabine und eine auf einfache Bedienung ausgelegte Maschinensteuerung. „Der Komfort im Innenraum der Kabine ist sehr hoch. Auch die Reaktionszeit des Bedienhebels und der gesamten Hydraulik ist sehr gut – so können wir die Geschwindigkeit, das Anheben und Absenken sowie die Höhe der Schaufel exakt steuern. Die Maschine erfüllt genau unsere Anforderungen“, erklärt Marco Dorigo, Maschinenfahrer bei Fantoni.

Zusätzliche Ausstattungsoptionen erhöhen Maschinenverfügbarkeit
Im Holzumschlag spielt zudem die Sauberkeit der Maschinenkomponenten eine entscheidende Rolle. Holzstaub kann Kühlsysteme beeinträchtigen und dadurch das Risiko von Überhitzungen erhöhen. Entsprechend wichtig sind konstruktive Lösungen, die Wartung und Reinigung erleichtern.
„Wir arbeiten in einer sehr staubigen Umgebung und haben uns auch deshalb für diese Radlader entschieden, weil der Motorraum sehr sauber und staubfrei bleibt“, erklärt Dorigo.
„Was den Motorraum betrifft, so lässt sich dieser dank des Kippmechanismus der Motorhaube sehr leicht reinigen, sodass die Bediener sich völlig sicher bewegen können – ohne abzurutschen oder zu stürzen. Auch bei der Wartung sind die Filter leicht zugänglich und sehr einfach zu handhaben“, ergänzt Dorigo.
Für staubintensive Anwendungen bietet Liebherr zusätzliche Ausstattungsoptionen an. Dazu zählt unter anderem ein speziell entwickeltes Flusensieb, das grobe Partikel vor den Kühlern abscheidet und so deren Verschmutzung reduziert. Ergänzend kommt ein reversierbarer Lüfter zum Einsatz, der durch eine Drehrichtungsänderung Staubpartikel aus dem Kühlsystem ausbläst. Dadurch lassen sich Reinigungsintervalle verlängern und die Maschinenverfügbarkeit erhöhen.
Assistenzsysteme unterstützen den sicheren Betrieb
Auf dem weitläufigen Werksgelände bewegen sich Maschinen, Fahrzeuge und Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe zueinander. Um die Sicherheit in diesem Umfeld zu erhöhen, sind die Radlader mit verschiedenen Assistenzsystemen ausgestattet.
Bereits die großflächige Verglasung der Kabine verbessert die Rundumsicht. Zusätzlich nutzt Fantoni eine aktive Personenerkennung mit integriertem Bremsassistenten. „Dieses System ist für uns sehr wichtig, da wir uns sehr schnell bei beengten Platzverhältnissen bewegen“, erklärt Dorigo.
Das System überwacht den Heckbereich der Maschine und warnt den Fahrer akustisch sowie visuell vor potenziellen Gefahren. Erkennt die Sensorik eine kritische Situation, wird die Fahrgeschwindigkeit automatisch reduziert.
Ergänzend verfügen die Radlader über eine Dachkamera zur Frontraumüberwachung. Sie erweitert das Sichtfeld insbesondere beim Arbeiten mit großvolumigen Anbaugeräten wie Hochkippschaufeln. Gleichzeitig erleichtert sie die Beschickung von Containern, Lastkraftwagen und Aufgabetrichtern. „Mit der Front- und Heckkamera ist die Sicht praktisch lückenlos“, fasst Dorigo zusammen.

Spezialisierte Umschlagtechnik für den Rundholzeinsatz
Auch die beiden LH 50 M Timber Litronic übernehmen im Werk eine zentrale Funktion. Die speziell für den Holzumschlag ausgelegten Maschinen verbinden hohe Umschlagleistung mit wirtschaftlichem Betrieb. Ein optimierter Fahrantrieb unterstützt schnelle Fahrbewegungen bei gleichzeitig reduziertem Kraftstoffverbrauch.
Dank ihrer kompakten Bauweise lassen sich die Maschinen auch auf begrenztem Raum präzise manövrieren. Hohe Fahrstabilität und Spurtreue tragen dazu bei, dass selbst bei anspruchsvollen Umschlagaufgaben kontrollierte Arbeitsabläufe gewährleistet bleiben.
Für eine gute Sicht auf Arbeitsbereich und Umfeld sorgt die starre Fahrerkabinenerhöhung in Verbindung mit großzügigen Glasflächen. Unterstützt wird dies durch die serienmäßige Rück- und Seitenraumüberwachung. Die speziell entwickelten Liebherr Holzgreifer ermöglichen darüber hinaus ein gutes Eindringverhalten und hohe Klemmkräfte, was sich positiv auf die Umschlagleistung auswirkt.
Positive Bilanz nach einem Jahr Einsatz
Fantoni setzt die vier Liebherr Maschinen seit rund einem Jahr im Dauerbetrieb ein. Nach Angaben des Unternehmens haben insbesondere Kraftstoffeffizienz, Zuverlässigkeit und Bedienkomfort die Erwartungen erfüllt.
„Wir sind mit den Ergebnissen – insbesondere was den Kraftstoffverbrauch angeht – sehr zufrieden. Für uns ist Liebherr eine neue Marke, aber wir wissen, dass das Unternehmen weltweit führend in der Herstellung dieser Art von Maschinen ist. Deshalb haben wir uns für Liebherr entschieden – vor allem aufgrund der bekannten Zuverlässigkeit, der Effizienz im Kraftstoffverbrauch und des hohen Bedienkomforts“, erklärt Di Santolo.
Positiv bewertet das Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit dem regionalen Vertriebspartner Adriatica Commerciale Macchine. „Unsere bisherigen Erfahrungen mit Liebherr und dem Händler Adriatica Commerciale Macchine sind durchweg positiv – sowohl was den Beginn dieses Projekts angeht als auch die Beratung zu den Maschinen und die anschließende Abwicklung des Kaufprojekts. Wir können sagen, dass wir mit dieser Partnerschaft sehr zufrieden sind“, so Di Santolo abschließend.
Fotos: Liebherr




