Tracto Systemlösungen für grabenlose Projekte
Grabenlose Verfahren haben sich zu einem wichtigen Instrument für den Leitungsbau entwickelt. Sie ermöglichen Querungen und Leitungsverlegungen mit deutlich geringeren Eingriffen in Straßen, Wege und andere Oberflächen als konventionelle offene Bauweisen. Gleichzeitig lassen sich Bauzeiten, Kosten und Materialverbrauch reduzieren. Welche Vorteile im konkreten Projekt tatsächlich zum Tragen kommen, hängt jedoch nicht allein von der eingesetzten Maschine ab. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Maschinentechnik, Zubehör, Verfahren, projektspezifischem Know-how und Service.
Auf der NordBau 2026 stellt Tracto dieses Zusammenspiel anhand seines Portfolios für unterschiedliche Anwendungen und Projektphasen vor. Das Spektrum reicht von Grundomat-Erdraketen für kurze Strecken und Hausanschlüsse über HDD-Spülbohranlagen für anspruchsvollere Bohrungen bis zu Systemen für die Rohrerneuerung.

Technologie für unterschiedliche Bauaufgaben
Eine wichtige Rolle im Portfolio spielen die Grundomat-Erdraketen. Die Bodenverdrängungshämmer eignen sich insbesondere für Hausanschlüsse, Querungen unter Straßen und Einfahrten sowie für Anschlussleitungen und Kurzstrecken im Versorgungsnetz.
Auf der NordBau 2026 präsentiert Tracto erstmals die neuen Grundomat P+ im XS-Format. Die Baureihe basiert auf dem bewährten Prinzip des Bodenverdrängungshammers und wurde unter anderem hinsichtlich Verschleißfestigkeit und Wartungsfreundlichkeit weiterentwickelt.
Der Vortrieb lässt sich präzise steuern, während die kompakten XS-Modelle speziell auf beengte Platzverhältnisse ausgelegt sind. Damit adressiert die Baureihe Anwendungen, bei denen der verfügbare Arbeitsraum eine wesentliche Randbedingung für die Wahl des Verfahrens darstellt.

Grundodrill: HDD-Technik für lange und anspruchsvolle Bohrungen
Für längere und technisch anspruchsvollere Bohrungen im Trassen- und Verteilnetzbau rückt Tracto die HDD-Spülbohranlagen Grundodrill JCS300 und Grundodrill 20N in den Mittelpunkt. Beim JCS300 verbinden sich ein großer Vorrat an 4,5 Meter langen Bohrgestängen, eine präzise Maschinensteuerung und eine Bohrvollautomatik. Diese Ausstattung ist insbesondere auf lange, reproduzierbare Bohrungen ausgerichtet. Serienmäßige Assistenzsysteme und eine intuitive Bedienung sollen die Durchführung der Bohrung unterstützen. Digitale Werkzeuge ergänzen die Maschinentechnik bei Planung, Ausführung und Dokumentation der Projekte.
Auch der Grundodrill 20N arbeitet mit 4,5 Meter langen Jet-Bohrgestängen. Das Bohrgerät erreicht eine Zug- und Druckkraft von 200 kN und ist für den flexiblen Einsatz im Verteilnetzbau konzipiert. Ein Gestängemagazin mit einer Gesamtkapazität von 270 Metern und die integrierte Gestänge-Vollautomatik unterstützen einen kontinuierlichen Bohrbetrieb. Gerade bei wechselnden oder schwierigen Bodenverhältnissen kommt es darauf an, die Maschine an die jeweiligen geotechnischen und baulichen Anforderungen anpassen zu können und gleichzeitig Leerlaufzeiten möglichst gering zu halten.

Tracto setzt auf die Verbindung von Technik und Projektbegleitung
Neben der Maschinentechnik stellt Tracto auf der NordBau die projektbezogene Beratung und technische Unterstützung in den Vordergrund. Die Auswahl eines geeigneten grabenlosen Verfahrens hängt von Faktoren wie Bodenverhältnissen, Trassenführung, Leitungstyp, Einbaulänge und den örtlichen Platzverhältnissen ab. Entsprechend unterstützen die Tracto Experten Anwender bei der Auswahl von Verfahren und Systemen und begleiten Projekte über verschiedene Phasen hinweg. Zum Leistungsumfang gehören auch Finanzierungslösungen, Maschinenvorführungen und Einweisungen „on the job“ sowie spezifische Trainings.
Die Betreuung endet dabei nicht mit der Übergabe einer Maschine. Kundendienst und technische Unterstützung sollen auch im laufenden Einsatz dazu beitragen, die Verfügbarkeit der Technik sicherzustellen und Anwender bei konkreten technischen Fragestellungen zu unterstützen. Aus Herstellersicht steht damit nicht die einzelne Maschine isoliert im Mittelpunkt, sondern die Abstimmung von Technik, Anwendung und begleitenden Dienstleistungen auf die jeweilige Bauaufgabe.
NordBau als Plattform für den fachlichen Austausch
Die NordBau 2026 findet vom 9. bis 13. September statt. Tiefbauunternehmen und weitere Fachbesucher können am Stand N610 die vorgestellten Systeme und Technologien vor Ort betrachten und konkrete Anforderungen mit den Fachleuten von Tracto diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der grabenlosen Verfahren und deren Einordnung in die jeweiligen Projektbedingungen.
Seit 1962 auf grabenlose Leitungsbauverfahren spezialisiert
Tracto wurde 1962 gegründet und entwickelt, produziert und vertreibt Maschinen und Zubehör für die grabenlose Verlegung und Erneuerung von Rohrleitungen. Das Unternehmen mit Stammsitz in Lennestadt-Saalhausen bezeichnet sich als Mitbegründer, Gestalter und Innovator der grabenlosen Technik. Die NODIG-Verfahren kommen beim Bau und bei der Instandhaltung von Infrastrukturen für Wasser, Gas, Strom, Telekommunikation, E-Mobilität und Fernwärme zum Einsatz. Weitere Anwendungsfelder liegen in der Glasfaservernetzung, im Pipelinebau und in der Abwasserentsorgung.
Zum Kundenkreis zählen vor allem Unternehmen aus Tiefbau und Spezialtiefbau sowie Versorger und Netzbetreiber. Tracto verfügt über Repräsentanzen in Deutschland und Schwesterunternehmen in Großbritannien, Frankreich, Australien und den USA. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 850 Mitarbeiter. Mit seinem Portfolio deckt Tracto nach eigenen Angaben die wesentlichen Bereiche der grabenlosen Technologie ab und tritt damit als Vollanbieter für entsprechende Maschinen, Systeme und Anwendungen auf.
Fotos: Tracto




