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Doka unterstützt Megaprojekt U2xU5

Doka liefert Schalungstechnik für Wiens U-Bahn-Ausbau in 35 Metern Tiefe

Doka liefert Schalungstechnik für Wiens U-Bahn-Ausbau
Mit dem Ausbau der U2 und dem Neubau der U5 entsteht eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs für den öffentlichen Nahverkehr

Der Ausbau der Wiener U-Bahn mit den neuen Linien U2 und U5 zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturvorhaben Österreichs. Doka begleitet das Projekt mit individuell geplanten Schalungslösungen für Tunnel- und Stationsbauwerke und liefert damit Systeme, die auf die komplexen geometrischen Anforderungen des innerstädtischen Tunnelbaus abgestimmt sind. Die Leistungen reichen von der 3D-gestützten Planung über die Vormontage bis zur Montage auf der Baustelle.

Komplexe Bauwerke im innerstädtischen Untergrund

Mit der Verlängerung der U2 und dem Neubau der U5 entsteht unter der Wiener Innenstadt ein neues Streckennetz, das den öffentlichen Nahverkehr langfristig leistungsfähiger machen soll. Die U5 wird dabei die erste vollautomatische U-Bahn-Linie der österreichischen Hauptstadt sein. Gebaut wird unter beengten innerstädtischen Bedingungen, wo Tunnelröhren, Stationsbauwerke, Schächte, Querschläge sowie Fahrtreppen- und Lüftungstunnel in unterschiedlichen Winkeln und Höhenlagen aufeinandertreffen. Die daraus resultierenden Anforderungen an Schalungstechnik, Logistik und Bauabläufe machen projektspezifische Lösungen erforderlich.

Doka übernimmt in mehreren Bauabschnitten die Lieferung der Schalungssysteme und unterstützt die Umsetzung mit Engineering-Leistungen, 3D-Planung und vormontierten Schalungseinheiten. Die einzelnen Systeme werden bereits vor dem Einsatz auf die jeweiligen Bauwerksgeometrien abgestimmt, sodass sie auf der Baustelle mit möglichst geringem Montageaufwand eingesetzt werden können.

Doka liefert Schalungstechnik für Wiens U-Bahn-Ausbau
Für die Tunnel- und Aufweitungsbereiche am Matzleinsdorfer Platz liefert Doka maßgeschneiderte Schalwagenlösungen

Schalungslösungen für mehrere Bauabschnitte

Im Bereich der U2-Verlängerung liefert Doka seit 2021 als Hauptlieferant Schalungslösungen für die von der ARGE U2 17–21, bestehend aus STRABAG und PORR, errichteten Bauwerke. Zunächst standen die Arbeiten an der Station Matzleinsdorfer Platz im Mittelpunkt, inzwischen kommen die Systeme auch bei den Stationen Reinprechtsdorfer Straße, Pilgramgasse und Neubaugasse zum Einsatz.

„Die komplexen Bauwerke entlang der U2-Verlängerung erfordern individuelle Lösungen und eine präzise Abstimmung aller Projektpartner. Doka unterstützt uns dabei mit hoher Fachkompetenz und maßgeschneiderten Schalungskonzepten. Die langjährige und gute Zusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung dieses bedeutenden Infrastrukturprojekts“, erklärt Markus Kravutske, Bauleiter ARGE U2 17–21.

Am Matzleinsdorfer Platz entsteht ein neuer Umsteigeknoten mit direkter Anbindung an die S-Bahn-Stammstrecke, von dem künftig rund 50.000 Menschen profitieren sollen. Für die Tunnel im Stationsbereich lieferte Doka unter anderem Schalwagen sowie projektspezifisch angepasste Schalungslösungen. Auch für die Wendeanlage Matzleinsdorfer Platz sind maßgeschneiderte Schalwagen vorgesehen. Sie kommen unter anderem in den Aufweitungsbereichen zum Einsatz, in denen zwei Tunnelröhren in ein gemeinsames Bauwerk übergehen.

Doka liefert Schalungstechnik für Wiens U-Bahn-Ausbau
An der Station Neubaugasse kommen unter anderem der SL-1-Tunnelschalwagen und die Trägerschalung Top 50 zum Einsatz

Doka entwickelt projektspezifische Lösungen für anspruchsvolle Geometrien

Besonders deutlich werden die bautechnischen Herausforderungen an der Station Neubaugasse. Während an der Oberfläche der Verkehr ungehindert weiterläuft, entsteht rund 35 Meter unter der Erde ein neuer Umsteigeknoten zur bestehenden U3. Auf engem Raum treffen dort Stationsröhren, Querschläge, Fahrtreppentunnel, Lüftungstunnel und Kreuzungsbauwerke mit unterschiedlichen Geometrien und Neigungswinkeln aufeinander.

Für diese Übergangsbereiche entwickelte Doka individuelle Schalungslösungen auf Grundlage dreidimensionaler Planungsmodelle. Zum Einsatz kommen unter anderem der SL-1-Tunnelschalwagen sowie die Trägerschalung Top 50. Ergänzt werden die Systeme durch das Traggerüst Staxo 100, das für die jeweiligen Bauwerksabschnitte ausgelegt ist.

Doka liefert Schalungstechnik für Wiens U-Bahn-Ausbau
Rund 35 Meter unter der Wiener Innenstadt entsteht an der Neubaugasse ein neuer Umsteigeknoten zur bestehenden U3

Vormontage reduziert den Aufwand auf der Baustelle

Nach Angaben des Unternehmens basiert die Umsetzung auf einer möglichst frühen Einbindung in Planung und Arbeitsvorbereitung. Dadurch können Schalungssysteme bereits im Vorfeld an die jeweiligen Anforderungen angepasst und die späteren Bauabläufe optimiert werden.

„Beim Tunnelbau zählt jedes Detail. Transportfähige Einheiten werden in unserem Doka Werk in St. Martin vormontiert und anschließend auf der Baustelle passgenau zusammengesetzt. So reduzieren wir den Montageaufwand vor Ort deutlich und sparen wertvolle Zeit auf der Baustelle,“ erklärt Harald Zulehner, Geschäftsführer Doka Österreich.

Die vormontierten Einheiten werden im Werk vorbereitet und anschließend zur Baustelle transportiert. Dort erfolgt lediglich die Endmontage. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf modulare Schalungssysteme, deren Komponenten mehrfach und über verschiedene Bauabschnitte hinweg genutzt werden können. Dies erleichtert die logistische Planung und trägt zu einem kontinuierlichen Bauablauf im Untergrund bei. Zum Leistungsumfang gehören neben der 3D-Planung auch der Sonderschalungsbau, die Schalungsvormontage sowie der Einsatz von Richtmeistern auf der Baustelle.

Infrastrukturprojekt mit langfristiger Wirkung

Der Öffi-Ausbau U2xU5 gilt als zentrales Infrastruktur- und Klimaschutzprojekt der Stadt Wien. Nach Angaben der Wiener Linien schafft das neue Linienkreuz Kapazitäten für bis zu 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr. Gleichzeitig könnten dadurch jährlich rund 550 Millionen Pkw-Kilometer auf das öffentliche Verkehrsnetz verlagert werden. Die erste Ausbaustufe des Projekts soll nach aktuellem Planungsstand bis 2030 abgeschlossen werden.

Für die Bauausführung der Tunnel- und Stationsbauwerke kommen dabei projektspezifisch entwickelte Schalungslösungen zum Einsatz, die den besonderen Anforderungen des innerstädtischen Tunnelbaus Rechnung tragen. Die Kombination aus digitaler Planung, vormontierten Systemen und modularer Schalungstechnik soll die Umsetzung der komplexen Bauwerke unter den beengten Bedingungen im Wiener Untergrund unterstützen.

Fotos: Doka / Wiener Linien / Simon Wöhrer