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ID. Buzz Cargo – 250 mm mehr Radstand

Mehr Laderaum, höhere Anhängelast und neue Funktionen für den elektrischen Transporter

Der ID. Buzz Cargo ist künftig auch mit einem um 250 Millimeter verlängerten Radstand erhältlich. Volkswagen Nutzfahrzeuge erweitert damit das Angebot des elektrischen Transporters um eine LWB-Variante (Long Wheelbase), die vor allem beim Laderaum und bei der Anhängelast zusätzliche Möglichkeiten bietet. Das Ladevolumen steigt auf 4,4 Kubikmeter, während die maximale gebremste Anhängelast bei 1.800 Kilogramm liegt. Zum Marktstart ist der ID. Buzz Cargo LWB sowohl mit Heckantrieb als auch mit dem Allradantrieb 4MOTION verfügbar.

Der Vorverkauf der Version mit 250 kW und 4MOTION hat am 23. September 2026 zu einem Nettopreis ab 50.630 Euro begonnen. Die heckgetriebene Ausführung folgte eine Woche später und startet bei 48.490 Euro netto. Gegenüber dem Cargo mit Normalradstand beträgt der Aufpreis für die verlängerte Version im Beispiel Deutschland rund 2.340 Euro netto. Serienmäßig verfügt der LWB über eine zweite Schiebetür und einen Holzboden.

Neuer ID. Buzz Cargo von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 250 mm zusätzlichem Radstand
Die um 19 Zentimeter verbreiterte Türöffnung ermöglicht beim ID. Buzz Cargo LWB das Durchladen einer Europalette

250 Millimeter mehr Innenlänge

Der verlängerte Radstand wirkt sich unmittelbar auf die nutzbare Ladefläche aus. Sie misst beim ID. Buzz Cargo LWB 2.458 Millimeter und ist damit 250 Millimeter länger als beim Modell mit Normalradstand. Das Ladevolumen wächst um 0,5 Kubikmeter auf insgesamt 4,4 Kubikmeter. Zwischen den Radkästen stehen 1.230 Millimeter zur Verfügung.

Auch die zusätzliche Schiebetür wurde an die Anforderungen des erweiterten Laderaums angepasst. Ihre Öffnungsbreite nimmt um 19 Zentimeter zu, sodass nun auch eine Europalette durch die seitliche Öffnung bewegt werden kann. Damit verbessert sich vor allem die Zugänglichkeit des Laderaums bei Be- und Entladevorgängen auf engem Raum.

Bei der Zuladung unterscheiden sich die beiden Antriebskonzepte. Die heckgetriebene Ausführung kann bis zu 700 Kilogramm aufnehmen, während die maximale Zuladung beim Allradmodell 606 Kilogramm beträgt. Volkswagen bietet den Cargo LWB wie die kürzere Variante als Zwei- und Dreisitzer an. Hinzu kommt inzwischen eine manuell verstellbare Lendenwirbelstütze.

Neuer ID. Buzz Cargo von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 250 mm zusätzlichem Radstand
Der verlängerte Radstand schafft 250 Millimeter zusätzliche Ladefläche und erhöht das Ladevolumen auf 4,4 m³

Antrieb mit größerer Batterie

Für den langen Radstand setzt Volkswagen auf eine 86-kWh-Batterie. Damit fällt die nutzbare beziehungsweise verbaute Batteriekapazität größer aus als beim ID. Buzz Cargo mit Normalradstand, der mit einer 79-kWh-Batterie ausgestattet ist. Die Systemleistung des heckgetriebenen LWB beträgt 210 kW, entsprechend 286 PS.

Wird der lange Cargo mit 4MOTION kombiniert, steigt die Systemleistung auf 250 kW beziehungsweise 340 PS. Unabhängig vom gewählten Antrieb liegt die maximale gebremste Anhängelast bei 1.800 Kilogramm. Dieser Wert gilt sowohl für eine Steigung von acht als auch für zwölf Prozent.

Für den hinteren Abschluss stehen eine große Heckklappe oder optional Heckflügeltüren zur Verfügung. Die Kombination aus verlängertem Laderaum, zusätzlicher seitlicher Zugangsmöglichkeit und hoher Anhängelast zielt damit auf Einsatzprofile, bei denen neben dem Transportvolumen auch die Flexibilität bei der Beladung und beim Anhängerbetrieb eine Rolle spielt.

Neuer ID. Buzz Cargo von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 250 mm zusätzlichem Radstand
Elektrische Energieversorgung unterwegs: Über Vehicle-to-Load lassen sich externe Geräte aus der Hochvoltbatterie des ID. Buzz Cargo mit bis zu 3,6 kW Spitzenleistung versorgen

ID. Buzz Cargo erhält neue Assistenzfunktionen

Technisch profitiert der ID. Buzz Cargo LWB von der neuesten ID-Softwaregeneration, die im Werk Hannover aufgespielt wird. Zu den Erweiterungen gehört eine neue Entwicklungsstufe des optionalen Assistenzsystems „Travel Assist“. Dieses kann erstmals auch Verkehrssignale an Ampeln berücksichtigen. Erkennt das System eine rote Ampel, wird der Transporter automatisch bis zum Stillstand abgebremst. Die Funktion ergänzt damit die bereits vorhandenen Assistenzfunktionen um eine Reaktion auf den innerstädtischen Verkehrsfluss.

Neu ist außerdem das One-Pedal-Driving. Dabei lässt sich die Verzögerung des Fahrzeugs weitgehend über das Fahrpedal steuern. Beim Zurücknehmen des Pedals wird der ID. Buzz Cargo stärker verzögert und rekuperiert dabei Energie. Das Fahrzeug kann auf diese Weise bis zum Stillstand gebracht werden, ohne dass der Fahrer für die Verzögerung regulär das Bremspedal betätigen muss.

Stromversorgung für externe Geräte

Eine weitere Funktion der neuen Softwaregeneration ist Vehicle-to-Load. Dabei dient die Hochvoltbatterie des Fahrzeugs nicht ausschließlich als Energiespeicher für den Fahrbetrieb, sondern kann auch externe elektrische Verbraucher versorgen. Für den gewerblichen Einsatz ist dies vor allem bei netzunabhängigen Arbeiten relevant, beispielsweise wenn Elektrowerkzeuge direkt am Fahrzeug betrieben werden sollen.

Die Energieabgabe erfolgt über einen PowerSocket-Adapter am Mode-3-Anschluss der Ladedose. Dauerhaft beziehungsweise während eines Ladevorgangs sind damit bis zu 3,0 kW möglich. Die Spitzenleistung beträgt 3,6 kW. Volkswagen bietet den PowerSocket in zwei Varianten an: mit Schuko-Stecker für haushaltsübliche Verbraucher sowie mit CEE-230V-Anschluss, wie er unter anderem im Campingbereich verwendet wird. Damit lässt sich die Batterie des Fahrzeugs beispielsweise zur Versorgung einer Kreissäge oder anderer elektrischer Arbeitsgeräte nutzen.

Neuer ID. Buzz Cargo von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 250 mm zusätzlichem Radstand
Volkswagen bietet den ID. Buzz Cargo LWB weiterhin als Zwei- und Dreisitzer an; neu ist auch eine manuell verstellbare Lendenwirbelstütze

Neues Infotainment und überarbeitete Bedienelemente

Auch bei Infotainment und Bedienung erhält der ID. Buzz Cargo eine aktualisierte Ausstattung. Zum Einsatz kommt das neue Infotainmentsystem „Innovision“, das mit einem erweiterten App-Store verbunden ist. Über diesen lassen sich digitale Funktionen und Services abhängig vom Fahrzeug ergänzen oder freischalten. Das Angebot umfasst unter anderem Anwendungen aus den Bereichen Audio, Video-Streaming, Parken und Laden sowie Gaming.

Eine Änderung betrifft zudem die Bedienung des Fahrzeugs. Das Multifunktionslenkrad verfügt über neu konzipierte Drucktasten. Sie sollen den Zugriff auf wichtige Funktionen von Fahrzeug, Cockpit und Infotainment erleichtern. Damit setzt Volkswagen bei der Bedienlogik wieder stärker auf physische Bedienelemente.

Mit dem ID. Buzz Cargo LWB erweitert Volkswagen Nutzfahrzeuge das elektrische Transporter-Programm damit vor allem um zusätzliche Nutzfläche und mehr Variabilität beim Transport. Der um 250 Millimeter verlängerte Laderaum, die größere Schiebetür und die Anhängelast von bis zu 1.800 Kilogramm stehen dabei neben den technischen Neuerungen bei Assistenzsystemen, Energiemanagement und Infotainment.

Fotos: Volkswagen Nutzfahrzeuge