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MAX110 und 510 im Schwertransport

Modulare Wohnmodule stellen hohe Anforderungen an Transport und Verladung

MAX Trailer spielt beim Transport modularer Wohneinheiten eine zunehmend wichtige Rolle. Während die Module für Studentenwohnheime, temporäre Unterkünfte, Bürogebäude oder Eigenheime bereits unter kontrollierten Bedingungen im Werk gefertigt werden, müssen sie anschließend sicher und termingerecht zum jeweiligen Bestimmungsort gelangen.

Das belgische Unternehmen SC Steelframes hat sich in wenigen Jahren zu einem bedeutenden Hersteller modularer Wohnlösungen für die Benelux-Länder und Deutschland entwickelt. Im Werk in Houthalen-Helchteren entstehen vollständig ausgestattete Wohneinheiten, während parallel dazu auf den Baustellen bereits die Fundamente vorbereitet werden. Die industrielle Vorfertigung verkürzt dadurch die Bauzeit und ermöglicht zugleich eine gleichbleibende Fertigungsqualität.

MAX Trailer transportieren vorgefertigte Wohnmodule von SC Steelframes
Zentimeterarbeit bei der Verladung: Das Wohnmodul wird präzise auf dem MAX110 positioniert

Präzisionsarbeit bei der Verladung

Zwischen der Produktion und dem späteren Einzug liegt allerdings ein anspruchsvoller logistischer Prozess. Die vielfach bereits vollständig ausgebauten Module müssen vom Werk zu ihren Einsatzorten transportiert werden. Für diese Aufgabe setzt SCG Logistics, ein Partnerunternehmen von SC Steelframes, auf einen entsprechend ausgelegten Fuhrpark. Kürzlich wurde dieser um fünf MAX110 Semi-Tieflader und fünf MAX510 Tieflader erweitert.

In der Produktionshalle herrscht auch während der Verladung reger Betrieb. „Diese Nacht gehen wieder einige Transporte los, diesmal in Richtung Niederlande“, berichtet Mitarbeiter Anton, bevor er sich wieder dem laufenden Verladeprozess widmet. Ein Portalhubwagen setzt sich langsam in Bewegung und bringt ein fertig ausgestattetes Wohnmodul aus der Halle zum bereitstehenden MAX110. „Das ist heute die kleinere Einheit“, erklärt Anton. „Rund zehn Meter lang und 4,65 Meter breit.“

Die Positionierung der Ladung erfordert dabei eine präzise Abstimmung zwischen dem Fahrer des Transportfahrzeugs und dem Einweiser. Über Funk werden die einzelnen Bewegungen koordiniert, während das Modul Zentimeter für Zentimeter auf der Ladefläche ausgerichtet wird. Wenige Minuten später ist die Einheit exakt positioniert und kann für den Transport gesichert werden.

MAX Trailer transportieren vorgefertigte Wohnmodule von SC Steelframes
Großformatige Wohnmodule auf MAX-Tiefladern vor dem nächtlichen Transport vom Werk

MAX Trailer für großformatige Module

Die Verladung geht unmittelbar weiter. Bereits rollt das nächste Wohnmodul aus der Produktionshalle. Für die größere Einheit steht ein neuer MAX510 Tieflader bereit. Dessen niedrige Ladefläche wurde zuvor auf die erforderliche Länge teleskopiert, um die Abmessungen des Moduls aufzunehmen. Anton kontrolliert die Dimensionen noch einmal, bevor der eigentliche Transport vorbereitet wird. „Es bleibt nicht mehr viel Platz übrig. Da zählt wirklich jeder Zentimeter.“

Das Modul misst 5,10 Meter in der Breite und erreicht eine Höhe von 3,75 Metern. Damit bewegen sich die Dimensionen deutlich über denen konventioneller Transportaufgaben. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die technische Auslegung des Tiefladers ebenso wie an die Erfahrung des beteiligten Personals. Nachdem das Modul exakt positioniert wurde, bringen die Mitarbeiter die erforderlichen Verzurrbänder an und kontrollieren die Sicherung der Ladung.

Eine wichtige Rolle übernimmt beim MAX510 dabei auch die Fahrwerkskonfiguration mit 17,5-Zoll-Pendelachsen. Gerade bei Transporten großformatiger Module sind die Beweglichkeit des Fahrzeugs und die Fähigkeit, auch auf beengten Zufahrten zu rangieren, von Bedeutung. Das gilt insbesondere für Baustellen, auf denen die Platzverhältnisse häufig eingeschränkt sind und die Zufahrt nicht auf die Dimensionen eines solchen Transportes ausgelegt ist.

MAX Trailer transportieren vorgefertigte Wohnmodule von SC Steelframes
Die Schwertransporte verlassen am Abend das Werk von SC Steelframes und starten ihre Fahrt in Richtung Niederlande

Bereit für die Nachtfahrt

Nachdem die ersten Gespanne beladen und gesichert sind, werden sie zur Sammelposition am Rand des Werksgeländes gefahren. Dort warten die Fahrzeuge auf den Beginn der nächtlichen Transporte. Während sich die Fahrer und das weitere Personal auf die Abfahrt vorbereiten, läuft die Produktion in Houthalen-Helchteren weiter. Anton ist bereits wieder in der Halle, wo die nächsten Module auf ihre Verladung und den anschließenden Transport warten.

Pünktlich um 21 Uhr setzen sich schließlich vier Schwertransporte in Bewegung. Ihre Route führt durch die Nacht in Richtung Niederlande. Für die Transportmannschaften beginnt damit der nächste Abschnitt einer Logistikkette, die bereits in der Fertigung der Module ihren Ausgangspunkt nimmt. Hinter den Fahrzeugen bleibt ein Werk zurück, in dem unterdessen die Produktion der nächsten vollständig ausgestatteten Wohneinheiten weiterläuft.

Fotos: MAX Trailer