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Neu: Sortimo Rail System ab Werk

Werkseitig integriertes Schienensystem erweitert die Konfigurationsmöglichkeiten für Stellantis Nutzfahrzeuge

Werkseitiges Sortimo Rail System für Stellantis Transporter
Die SRS-Schiene im Laderaum bildet die Basis für flexible Fahrzeugeinrichtung und sichere Ladungsfixierung

Mit dem „Sortimo Rail System” erweitert die Zusammenarbeit zwischen Sortimo International GmbH und Stellantis die Möglichkeiten im werkseitigen Fahrzeugausbau. Das System ist ab sofort im Stellantis Pro One CustomFit Personalization Tool verfügbar und kann direkt bei der Konfiguration verschiedener Nutzfahrzeugmodelle der Marken Citroën, FIAT Professional, Opel und Peugeot berücksichtigt werden. Ziel ist eine engere Verzahnung von Fahrzeug und Einrichtungslösung bereits im Bestellprozess.

Das Schienensystem übernimmt dabei eine Doppelfunktion: Es dient sowohl der Ladungssicherung als auch als strukturelle Basis für modulare Einrichtungsblöcke. Diese lassen sich über das SRS-Connect-System formschlüssig fixieren und bei Bedarf ohne Werkzeug wieder entnehmen. Damit entsteht ein variabel nutzbarer Laderaum, der sich ohne Werkstattaufenthalt an unterschiedliche Einsatzszenarien anpassen lässt.

Flexible Anpassung im laufenden Betrieb

Die Integration des Sortimo Rail Systems in die Serienkonfiguration ermöglicht Anpassungen, die bislang häufig mit zusätzlichem Montageaufwand verbunden waren. Einrichtungsblöcke können direkt im Betrieb ein- oder ausgebaut werden, wodurch sich Fahrzeuge flexibel auf wechselnde Aufgabenprofile oder unterschiedliche Nutzer abstimmen lassen. Auch im Kontext von Flottenbetrieb und Gebrauchtfahrzeugmanagement ergibt sich daraus ein Vorteil: Fahrzeuge müssen nicht mehr dauerhaft auf einen spezifischen Einsatzzweck festgelegt werden.

Ein weiterer Aspekt ist die Wiederverwendbarkeit. Das Sortimo Rail System ist darauf ausgelegt, über mehrere Fahrzeugzyklen hinweg genutzt zu werden. Bei einem Fahrzeugwechsel können wesentliche Komponenten der Einrichtung übernommen werden, was sowohl wirtschaftliche als auch logistische Effekte mit sich bringt.

Werkseitiges Sortimo Rail System für Stellantis Transporter
Das SRS-Connect verbindet Fahrzeugeinrichtung und Schienensystem für eine werkzeuglose Handhabung

Sortimo Rail System als integraler Bestandteil der Fahrzeugarchitektur

Die technische Basis bildet eine werkseitig verbaute Grundausstattung, bestehend aus Boden- und Wandschienen, dem SoboGrip Montageboden sowie SowaFlex Seitenwandverkleidungen. Ergänzt wird diese durch Zurrgurte mit Ratschenmechanismus. Auf dieser Infrastruktur lassen sich unterschiedliche Ausbaulösungen aufsetzen, die je nach Anforderung erweitert werden können.

Ab Werk stehen drei vorkonfigurierte Pakete zur Verfügung, die sich an typische Einsatzfelder richten: Service, Elektroinstallation sowie Anwendungen im Bereich Sanitär, Heizung und Klima. Je nach Konfiguration umfassen diese zusätzliche Komponenten wie Schubladensysteme, Fachböden, BOXXen oder auch ausklappbare Werkbänke mit integriertem Schraubstock.

Das Sortimo Rail System ist für eine breite Modellpalette verfügbar, darunter kompakte Hochdachkombis wie Citroën Berlingo, Fiat Doblò, Opel Combo und Peugeot Partner, mittelgroße Transporter wie Citroën Jumpy, Fiat Scudo, Opel Vivaro und Peugeot Expert sowie große Kastenwagen wie Citroën Jumper, Fiat Ducato, Opel Movano und Peugeot Boxer in verschiedenen Längen- und Höhenvarianten.

Werkseitiges Sortimo Rail System für Stellantis Transporter
Der Peugeot Partner mit der vorkonfigurierten Sortimo Rail-System-Einrichtung für den Einsatzbereich Service

Strategische Einordnung und Marktanspruch

Mit der Integration des Systems in das CustomFit-Programm baut Stellantis Pro One seine werkseitigen Individualisierungsmöglichkeiten weiter aus. Gleichzeitig positioniert sich Sortimo stärker als Systemlieferant, dessen Lösungen nicht erst im Aftermarket, sondern bereits in der Fahrzeugproduktion berücksichtigt werden.

Reinhold Braun, Geschäftsführer Sortimo International GmbH, ordnet den Ansatz wie folgt ein: „Wir denken intelligente Mobilitätslösungen nicht nur als einmalige Investition, sondern als Infrastruktur, die über mehrere Fahrzeugzyklen hinweg Bestand hat. Das Sortimo Rail System ist konsequent darauf ausgelegt, langfristig nutzbar zu bleiben und so echten wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Dass Kunden diesen Vorteil bei ausgewählten Stellantis Modellen bereits im Konfigurationsprozess mitbestellen können, macht die langfristige Nutzbarkeit bereits bei der Fahrzeugwahl zum entscheidenden Faktor.”

Auch auf Seiten von Stellantis wird die Integration als strategischer Schritt bewertet. Andreas Mayer, Direktor Stellantis Pro One Germany, erklärt: „Mit der Integration des Sortimo Rail Systems in unser Pro One CustomFit Personalization Tool setzen wir einen klaren strategischen Schritt: Wir ermöglichen unseren Kunden maximale Flexibilität direkt ab Werk. Unternehmen können ihre Fahrzeuge schneller an wechselnde Anforderungen anpassen und ihre Ausstattung über mehrere Fahrzeugzyklen hinweg weiter nutzen. Das steigert Effizienz, reduziert Kosten und macht unsere Nutzfahrzeuge zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Investition.“

Einordnung in das Marktumfeld

Die werkseitige Integration modularer Fahrzeugeinrichtungen adressiert einen wachsenden Bedarf im Nutzfahrzeugsegment, in dem Flexibilität, Effizienz und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Insbesondere im Flottenbetrieb rückt die Frage nach der langfristigen Nutzbarkeit von Investitionen stärker in den Fokus. Systeme wie das Sortimo Rail System greifen diese Anforderungen auf, indem sie die klassische Trennung zwischen Fahrzeugbeschaffung und -ausbau zunehmend auflösen.

Mit weltweit über 1.300 Beschäftigten und internationaler Präsenz zählt Sortimo zu den etablierten Anbietern im Bereich Fahrzeugeinrichtungen. Stellantis Pro One wiederum bündelt als Nutzfahrzeugsparte eines global agierenden Konzerns ein breites Portfolio an Marken, Vertriebs- und Servicekapazitäten. Die aktuelle Erweiterung der Zusammenarbeit ist vor diesem Hintergrund als konsequente Weiterentwicklung bestehender Strukturen zu bewerten.

Fotos: Sortimo