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Splitter XS3 – kettenmobile Siebmaschine

3-Fraktionen-Siebmaschine für die Aufbereitung anspruchsvoller Böden

Anlagenbau Günther präsentiert mit dem Splitter XS3 eine 3-Fraktionen-Siebmaschine
Splitter XS3: Die kettenmobile 3-Fraktionen-Siebmaschine ist für die Aufbereitung von steinigem, lehmigem und mit Störstoffen durchsetztem Bodenaushub ausgelegt

Mit dem Splitter XS3 stellt Anlagenbau Günther eine kettenmobile 3-Fraktionen-Siebmaschine für die Aufbereitung von schwierigem Bodenaushub vor. Die Anlage ist auf Materialien ausgelegt, die aufgrund eines hohen Steinanteils, lehmiger Bestandteile oder sperriger Störstoffe besondere Anforderungen an die Siebtechnik stellen.

Ziel der Konstruktion ist es, Erde und mineralische Bestandteile möglichst sauber voneinander zu trennen und damit den Anteil direkt wiederverwertbaren Materials zu erhöhen. Dafür kombiniert die Maschine eine Spiralwelleneinheit mit einem Unistar-Sternsieb einschließlich Cleanstar+ sowie dem patentierten Disk-Taker-Dosiersystem.

Die Aufbereitung erfolgt in drei Fraktionen. Steine werden dabei abhängig von ihrer Größe mit dem Überkorn beziehungsweise der Mittelfraktion aus dem Materialstrom abgeschieden. Die Feinfraktion bleibt entsprechend weitgehend von Steinen befreit und wird aufgelockert ausgegeben. Gerade bei Bodenaushub kann diese Trennung relevant sein, wenn das Material anschließend ohne weitere Aufbereitungsschritte einer Verwertung zugeführt werden soll. Gleichzeitig reduziert die Abscheidung mineralischer Bestandteile den Anteil des zu entsorgenden Materials.

Anlagenbau Günther präsentiert mit dem Splitter XS3 eine 3-Fraktionen-Siebmaschine
Flexibel im Einsatz: Der Splitter XS3 kann per Radlader oder Bagger beschickt werden; Siebneigung und Siebgeschwindigkeit lassen sich an das jeweilige Material anpassen

Dosierte Materialaufgabe mit dem Disk-Taker

Eine zentrale Baugruppe des Splitter XS3 ist das patentierte Disk-Taker-Dosiersystem. Es übernimmt die kontrollierte und kontinuierliche Aufgabe des Materials und soll vor allem bei klebrigem oder sperrigem Aufgabegut einen gleichmäßigen Materialfluss sicherstellen. Nach Angaben des Herstellers verhindert das System dabei sowohl Brückenbildung als auch Verstopfungen und arbeitet leckagefrei.

Für den Betrieb unter wechselnden Bedingungen ist die Möglichkeit vorgesehen, die Maschine entweder mit einem Radlader oder einem Bagger zu beschicken. Hinzu kommen verstellbare Parameter im eigentlichen Siebprozess. Siebneigung und Siebgeschwindigkeit lassen sich an das jeweilige Aufgabematerial anpassen. Eine längere Verweildauer des Materials auf dem Siebdeck kann insbesondere bei stark verschmutztem oder lehmigem Boden die Abreinigung verbessern und damit die Trennschärfe erhöhen.

Auch organische und sperrige Bestandteile stellen bei der Bodenaufbereitung häufig eine Herausforderung dar. Wurzeln, Holz oder Schrotteile werden beim Splitter XS3 über den Splitter Twin Wave aus dem Erdmaterial getrennt. Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, diese Störstoffe ohne Verstopfungen durch den Prozess zu führen. Dadurch soll sich der Aufwand für nachgelagerte Sortier- und Aufbereitungsschritte verringern.

Splitter XS3 wechselt zwischen zwei Aufbereitungsarten

Für unterschiedliche Aufgabenstellungen verfügt die Maschine über eine Umschaltung zwischen drei und zwei Fraktionen. Bei der neuen 2-Fraktionen-Umschaltung lässt sich das Sternsieb per Knopfdruck vollständig aus dem Materialstrom nehmen. In diesem Betriebszustand erfolgt die Aufbereitung ausschließlich über die Spiralwelleneinheit. Damit kann dieselbe Maschine je nach Material und gewünschtem Aufbereitungsergebnis mit unterschiedlichen Trennprinzipien eingesetzt werden.

Die Kombination aus Spiralwellentechnologie und Sternsieb erweitert zugleich den möglichen Einsatzbereich der Anlage. Während die Sternsiebtechnik die Aufteilung des Materials in die vorgesehenen Fraktionen übernimmt, trägt die Spiralwelleneinheit zur Aufbereitung schwieriger und mit Störstoffen durchsetzter Böden bei. Die Möglichkeit, das Sternsieb aus dem Materialstrom zu nehmen, schafft dabei eine zusätzliche Anpassungsmöglichkeit für wechselnde Aufgaben auf der Baustelle oder im Recyclingbetrieb.

Anlagenbau Günther präsentiert mit dem Splitter XS3 eine 3-Fraktionen-Siebmaschine
Drei Fraktionen in einem Arbeitsgang: Überkorn, Mittelfraktion und Feinfraktion werden getrennt, um einen möglichst sauberen und weiterverwertbaren Bodenstrom zu erzeugen

Antrieb und Mobilität auf der Baustelle

Bei der Auslegung des Splitter XS3 standen neben der Aufbereitungsleistung auch Energiebedarf und innerbetriebliche Mobilität im Mittelpunkt. Der Hersteller gibt eine maximale Durchsatzleistung von bis zu 250 t/h an. Für die Energieversorgung stehen ein diesel-elektrisches Antriebskonzept und ein reiner Netzbetrieb zur Verfügung. Die Maschine nutzt dabei Elektrodirektantriebe. Nach Angaben von Anlagenbau Günther lässt sich gegenüber konventionellen Maschinen der Energiebedarf dadurch deutlich reduzieren; die Energiekosten sollen rund ein Drittel niedriger ausfallen.

Die Bedienung erfolgt über ein Touchpanel. Damit können die wesentlichen Maschinenparameter an die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden. Ergänzt wird das Konzept durch ein Kettenfahrwerk, das die eigenständige Umsetzung der Anlage auf der Baustelle ermöglicht und schnelle Standortwechsel erleichtert. Die Mobilität ist insbesondere dort von Bedeutung, wo Bodenaushub unmittelbar am Entstehungsort aufbereitet und das gewonnene Material anschließend wieder eingesetzt werden soll.

Mit der Kombination aus drei Fraktionen, variabler Materialaufgabe, verstellbaren Siebparametern und der Umschaltung auf den Betrieb mit zwei Fraktionen verfolgt Anlagenbau Günther einen Ansatz, bei dem die Maschine nicht nur auf einen bestimmten Materialstrom ausgelegt ist. Im Vordergrund steht vielmehr die Anpassung des Aufbereitungsprozesses an die jeweiligen Eigenschaften des Bodens. Das betrifft sowohl die mechanische Trennung als auch die Frage, welcher Anteil des Eingangsmaterials anschließend verwertet oder entsorgt werden muss.

„Mit dem Splitter XS3 geben wir unseren Kunden ein Werkzeug an die Hand, das nicht nur ein Problem löst, sondern die gesamte Prozesskette optimiert“, erklärt Markus Wess, Produktmanager bei Anlagenbau Günther. Im Mittelpunkt der Entwicklung habe nach seinen Angaben gestanden, mehr verwertbares Material zu gewinnen, Entsorgungskosten zu reduzieren und zugleich eine flexible Anpassung an unterschiedliche Einsatzbedingungen zu ermöglichen.

Fotos: Anlagenbau Günther