Case! Starke Leistung in der Kompaktklasse
Ungewöhnliches Design: Kompakt-bzw. Raupenkompaktlader sind in vielen Ländern sehr erfolgreich

Case! Starke Leistung in der Kompaktklasse

Mit der einer neuen Kompakt- und Raupenkompaktlader-Generation drängt der Hersteller Case auf den Markt. Intuitive Bedienung und hohe Standfestigkeit sollen den harten Anforderungen bei schweren Erdarbeiten genügen

Gleich fünf mit Raupen bestückte und neun konventionell per Rad bewegte Kompaktlader-Modelle umfasst die jüngst vorgestellte B-Serie von CASE Construction Equipment. In vielerlei Hinsicht bewährt, konzentrierte sich der Hersteller bei der Überarbeitung dieser jetzt vorgestellten, neuen Generation der Gerätegattung vor allem auf mögliche Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen und beließ Rahmen und Konstruktion der CASE-Kompaktlader unverändert. Alle wesentlichen leistungsrelevanten Systeme hingegen wurden neu konzipiert und überdies vollständig in neu geschaffene Steuer- und Bedienschnittstellen integriert.

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Neues Steuerungskonzept

Selbst für schwerste Planierarbeiten will der amerikanische Hersteller seine Raupenkompaktlader eingesetzt sehen

Sichtbares Zeichen dieser umfassenden Überarbeitung der Steuerungssysteme ist ein völlig neu gestalteter Arbeitsplatz, der bei allen Modellen sowohl Instrumentenbrett als auch rechts- und linksseitige Bedienungselemente einschließt. Steuerungszentrale der Maschine ist das neue 8-Zoll-LCD-Multifunktionsdisplay, das bei Case in einer geteilten Bildschirmanzeige als Novum neben den Maschinendaten auch die Wiedergabe des Bildes der neuen Rückfahrkamera gestattet. Die Kamera kann sowohl im Vorwärts- als auch im Rückwärtsgang eingesetzt werden und soll die Rundumsicht in der B-Serie verbessern sowie einen unverstellten Blick auf den Einsatzbereich gewähren. 

Viel entscheidender ist für den Hersteller allerdings der Umfang neuer, über die Zentrale zugänglicher Steuerungsfunktionen. So erlaubt die elektro-hydraulische Steuerung dem Maschinenführer etwa, das Ansprechverhalten der Maschine an leichte, normale oder anspruchsvolle Einsatzbedingungen anzupassen oder zum Beispiel die Hub- und Absenkgeschwindigkeit des Ladearms unabhängig voneinander einzustellen. Ohne Rücksicht auf diese Einstellungen kann zudem, um die Maschine den Anforderungen des jeweiligen Arbeitseinsatzes anzupassen, auch eine eigene Voreinstellung des Fahrantriebs erfolgen. Besonders deutlich wird das bei der neuen „Schleichgang“-Funktion. Mit dieser kann der Bediener die Maschinendrehzahl auf ein konstantes/langsames „Schleichen“ einstellen, zugleich über die Drosselklappe aber Leistung oder Geschwindigkeit der Anbaugeräte davon unabhängig festlegen. So lassen sich hydraulische Anbaugeräte mit hoher Kapazität wie Planiergeräte und Hydraulikfräsen optimal nutzen. 

Alle Case Kompaktlader zeichnet ein ungehinderter Blick auf den direkt vor der Kabine liegenden Arbeitsbereich aus

Äußerst hilfreich ist in diesem Zusammenhang, dass derlei Einstellungen spezifischen, beliebig abrufbaren Profilen zugeordnet werden können, um die Maschine individuellen Präferenzen oder variierenden Einsatzbedingungen anzupassen. Überdies kann auf Knopfdruck eine Umschaltung zwischen ISO- und H-Betriebsmodus erfolgen, wodurch sich die Bedienung weiter individualisieren lässt. Kfz-üblich gestaltet wurde auch die Anzeige der grundlegenden Betriebsdaten wie Motorbetriebsstunden, Flüssigkeitsstand oder Tageskilometerzähler. 

Bedien- und Fahrkomfort

Nicht vergessen haben die Case-Ingenieure bei all den Neuerungen in der Kabine den Maschinisten. Das große Frontfenster etwa soll nicht nur eine hervorragende Sicht auf die Maschinenvorderseite, sondern auch eine niedrige Einstiegsschwelle und damit ein bequemes Ein- und Aussteigen ermöglichen. Außerdem versprechen die Amerikaner ein großzügiges Platzangebot für mehr Komfort und eine bessere Sitzposition. Letztere soll vor allem von kleiner gestalteten elektro-hydraulischen Pods an den Joysticks und einer engeren Schalteranordnung profitieren, die dem Bediener mehr Beinfreiheit geben. Dieses Ziel verfolgte Case auch mit der Neupositionierung von Becherhaltern und Ablageflächen. Optionen wie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung sollen den Gesamtkomfort für den Bediener zusätzlich verbessern.

Leistung und Wartung

Über die Rückseite sind Wartungspunkte gut erreichbar

Dank einer Vielzahl von Detailverbesserungen will Case bei der B-Serie neben einer Vielzahl von hydraulischen Zusatzoptionen, mit denen jede Maschine Hunderte von Anbaugeräten nutzen kann, extrem hohe Ausbrechkräfte erzielen. Für deren Betrieb stehen die Kompaktlader der B-Serie in unterschiedlichen Varianten mit Standard-, Hochleistungs- oder erweiterter Hochleistungs-Zusatzhydraulik und einem Betriebsdruck von bis zu 276 bar für den Einsatz anspruchsvollster Hochleistungsgeräten wie Kaltfräsen und Mulch­geräten zur Verfügung. Spürbare Effizienzstei­gerungen will der Her­steller den Maschinen außerdem durch optionale Funktionen wie Ride Control und Autoni­vellierung entlocken. 

Angetrieben werden die Kompaktlader im Übrigen von Motoren, deren Leistung von 49 Kilowatt/ 67PS bis 90 Kilowatt/122 PS reicht. Motor- und Zündzeitabschaltung sowie Motorschutzfunktionen sollen, wie Case versichert, die Lebensdauer von Motor, Batterie und anderen wichtigen Systemen verlängern. Alle Modelle der B-Serie (mit Ausnahme des SR160B) verfügen entweder über ein gekühltes Abgasrückführsystem mit einem Diesel-Oxidationskatalysator oder eine SCR-Nachbehandlung (bei Modellen mit 90 PS/67KW). 

Mit über 1,5 Tonnen Nutzlast gehört der Kompaktlader SR340B bereits zu den Modellen mit 90 Kilowatt/122 PS Topmotoriserung

Die täglichen Inspektionen sollen sich bei allen Modellen gleichermaßen unkompliziert gestalten, da die regulären Servicepunkte und Kontrollen leicht an der Rückseite der Maschine zugänglich sind. Betreiber und Flottenmanager erhalten dank der verbesserten operativen Datenerfassung überdies einen besseren Einblick in die Auslastungsdaten der Maschinen. Neue und verbesserte Fehlercodes mit beschreibendem Text erleichtern zudem bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten die Fehlersuche und helfen, etwaige spezifische Probleme der Maschine besser zu identifizieren.