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Liebherr Programm auf der GaLaBau 2026

Kompakte Erdbewegungsmaschinen, elektrische Antriebstechnik und mobile Energieversorgung für den GaLaBau

Liebherr zeigt auf der GaLaBau 2026 in Nürnberg Maschinen und Systeme für den Garten- und Landschaftsbau. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen der Mobilbagger A 909 Compact, der batterieelektrische Radlader L 507 E und das mobile Energiespeichersystem Liduro Power Port (LPO) 100. Ergänzt wird das Exponatsspektrum durch Anbauwerkzeuge und Schnellwechselsysteme. Der Liebherr Stand befindet sich vom 15. bis 18. September 2026 in Halle 7, Stand 7-428.

Liebherr auf der GaLaBau 2026
Der Liebherr Mobilbagger A 909 Compact ist für vielseitige Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau ausgelegt und eignet sich auch für beengte Einsatzbereiche

Kompakte Abmessungen für beengte Einsatzbereiche

Im Garten- und Landschaftsbau treffen unterschiedliche Anforderungen aufeinander. Maschinen müssen auf begrenztem Raum manövrierfähig sein, zugleich aber ausreichend Leistung für Erdbewegung, Materialumschlag und weitere typische Arbeiten bereitstellen. Diese Anforderungen adressiert Liebherr mit dem A 909 Compact. Der Mobilbagger gehört zur 9-Tonnen-Klasse und verbindet kompakte Abmessungen mit einer auf Leistung ausgelegten Maschinenkonfiguration.

Ein Heckschwenkradius von 1,50 Metern und ein Wendekreis von 3,86 Metern erleichtern den Einsatz auf engen Baustellen und im innerstädtischen Umfeld. Das Einsatzgewicht liegt bei 9,7 Tonnen. Trotz der kompakten Bauweise verfügt der A 909 Compact über hohe Stabilität und Grabkräfte. Das darauf abgestimmte Hydrauliksystem unterstützt eine hohe Umschlagleistung und Produktivität.

Auch der Unterwagen ist auf wechselnde Einsatzbedingungen ausgelegt. Seine Konstruktion soll für gute Fahreigenschaften, hohe Traktion und Geländegängigkeit sorgen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 37 km/h kann die Maschine zudem vergleichsweise schnell zwischen Einsatzorten wechseln. Wartungsfreundliche Komponenten und eine auf Langlebigkeit ausgelegte Konstruktion zielen auf einen wirtschaftlichen Betrieb über die gesamte Nutzungsdauer.

Für den Fahrer stehen eine komfortable Kabine, das Bediensystem INTUSI und eine gute Rundumsicht zur Verfügung. INTUSI ermöglicht eine individuelle Anpassung der Bedienung und soll damit eine an den jeweiligen Bediener angepasste Maschinensteuerung unterstützen.

Anbauwerkzeuge und Schnellwechselsysteme im Fokus

Für typische Anwendungen im Garten- und Landschaftsbau kombiniert Liebherr den A 909 Compact auf der Messe mit dem Zweischalengreifer GM 5B. Je nach Ausführung liegt dessen Greiferinhalt zwischen 0,10 und 0,34 Kubikmetern. Das Modell bildet die kleinste Greifervariante des Herstellers mit Grabschale.

Darüber hinaus stellt Liebherr den GM 5B als separates Exponat aus. Im Mittelpunkt steht dabei die neu entwickelte HS 08 Solidlink-Schnittstelle, die auf der GaLaBau ihre Messepremiere feiert. Sie verbindet die bewährte HS 08-Aufnahme mit dem vollautomatischen Solidlink-Kupplungssystem. Damit können vorhandene HS 08-Werkzeuge weiterhin genutzt werden, während die Maschine bei Bedarf auf das Solidlink-System aufgerüstet werden kann.

Künftig soll die Schnittstelle ab Werk für die Mobilbagger A 909 Compact und A 911 Compact verfügbar sein. Damit entsteht eine durchgängige Systemlösung für den automatisierten beziehungsweise vereinfachten Anbauwerkzeugwechsel.

Als weiteres Anbaugerät zeigt Liebherr den Tieflöffel TL 01. Seine Geometrie ist auf präzise Erdarbeiten und effizienten Materialaushub ausgelegt. Die robuste Konstruktion eignet sich für unterschiedliche Aushub- und Profilierarbeiten. Zusammen mit dem Tieflöffel präsentiert der Hersteller erstmals die in der 7- bis 12-Tonnen-Klasse etablierte HS 08-Schnellwechselaufnahme. Sie ermöglicht einen schnellen und sicheren Werkzeugwechsel und gewährleistet zugleich die Kompatibilität mit vorhandenen Anbauwerkzeugen.

Liebherr auf der GaLaBau 2026
Der batterieelektrische Radlader L 507 E erreicht die Leistungsfähigkeit konventionell angetriebener Modelle derselben Größenklasse und arbeitet mit geringen Lärmemissionen

Liebherr setzt auf batterieelektrische Antriebstechnik

Mit dem L 507 E stellt Liebherr in Nürnberg einen batterieelektrischen Radlader vor. Die Maschine basiert auf den konstruktiven Eigenschaften eines Liebherr Stereoladers und kombiniert diese mit einem vom Hersteller entwickelten batterieelektrischen Antrieb.

Bei der Leistungsfähigkeit orientiert sich der L 507 E an konventionell angetriebenen Radladern derselben Größenklasse. Gleichzeitig arbeitet die Maschine lokal ohne CO2-Ausstoß und mit reduzierten Lärmemissionen. Damit ist sie insbesondere für Einsatzorte interessant, an denen Abgase und Geräusche eine besondere Rolle spielen. Dazu zählen beispielsweise innerstädtische Baustellen und Arbeiten in sensiblen Bereichen.

Für den Antrieb kommt ein speziell für den Einsatz im Radlader entwickeltes Hochvolt-Batteriesystem zum Einsatz. Es soll eine bedarfsgerechte Leistungsabgabe mit effizienten Ladevorgängen verbinden. Unter geeigneten Einsatzbedingungen erreicht der L 507 E eine Laufzeit von bis zu acht Stunden.

Das Batteriesystem ist modular aufgebaut. Auf Kundenwunsch kann bereits ab Werk ein zweiter Lithium-Ionen-Akku integriert werden, um die verfügbare Laufzeit zu verlängern. Die Ladezeit für einen vollständigen Ladevorgang liegt abhängig von On-Board-Ladetechnik und verfügbarer Anschlussleistung bei etwa 1,5 bis drei Stunden.

L 507 E und LPO 100 als gemeinsames Energiesystem

Die Elektrifizierung des Maschinenantriebs ergänzt Liebherr auf der GaLaBau durch eine mobile Energieversorgung. Der L 507 E wird gemeinsam mit dem Energiespeichersystem Liduro Power Port LPO 100 gezeigt. Die Kombination ist darauf ausgelegt, elektrische Maschinen auch auf Baustellen zu betreiben, an denen kein leistungsfähiger Netzanschluss oder lediglich eine begrenzte Anschlussleistung vorhanden ist.

Der LPO 100 kann dabei nicht nur den Radlader mit Energie versorgen. Auch weitere elektrische Verbraucher wie Baustellencontainer, Beleuchtung, Pumpen oder Arbeitsgeräte lassen sich anschließen. Der Energiespeicher übernimmt damit auf temporären Baustellen die Funktion einer mobilen Energiequelle und kann die Abhängigkeit von vorhandener Netzinfrastruktur reduzieren.

Liebherr auf der GaLaBau 2026
Der LPO 100 kann Energie aus dem Stromnetz, einer Photovoltaikanlage oder einem Generator speichern und am Einsatzort flexibel bereitstellen

Energieversorgung unabhängig vom festen Netzanschluss

Gerade im Garten- und Landschaftsbau liegen Einsatzorte häufig in Wohngebieten, Parkanlagen oder anderen Bereichen mit erhöhten Anforderungen an Lärm- und Emissionsschutz. Gleichzeitig stehen dort nicht immer leistungsfähige Stromanschlüsse zur Verfügung. Der mobile Energiespeicher soll die benötigte elektrische Energie deshalb direkt an den Einsatzort bringen und dort für Maschinen und weitere Verbraucher bereitstellen.

Neben der Versorgung elektrischer Arbeitsgeräte kann der LPO 100 dazu beitragen, aufwändige Kabelwege zu vermeiden und die Energieversorgung auf wechselnden Baustellen flexibler zu gestalten. Das System kann Energie sowohl aus dem Stromnetz als auch aus einer Photovoltaikanlage oder einem Generator aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zur Verfügung stellen.

„Unsere Kunden brauchen eine Energieversorgung, die flexibel einsetzbar und gleichzeitig zuverlässig verfügbar ist. Der LPO 100 kann Energie aus dem Stromnetz, einer Photovoltaikanlage oder einem Generator aufnehmen und genau dann bereitstellen, wenn sie auf der Baustelle benötigt wird“, erklärt Fabian Zell, Produktmanager für Energiespeichersysteme bei Liebherr.

Der LPO 100 verfügt über eine Speicherkapazität von 94 kWh. Damit richtet sich das System unter anderem an temporäre Baustellen, kommunale Projekte sowie Einsätze von Straßenmeistereien und Unternehmen aus dem Garten- und Landschaftsbau. Seine mobile Auslegung soll einen flexiblen Betrieb elektrischer Maschinen auch dort ermöglichen, wo die vorhandene Strominfrastruktur an ihre Leistungsgrenzen stößt.

Mit dem Messeauftritt in Nürnberg verbindet Liebherr damit konventionelle und batterieelektrische Erdbewegungstechnik mit Lösungen für den Werkzeugwechsel und die mobile Energieversorgung. Der Schwerpunkt liegt auf Maschinenkonzepten, die für beengte Einsatzorte, sensible Umgebungen und wechselnde Anforderungen im Garten- und Landschaftsbau ausgelegt sind.

Fotos: Liebherr