Du betrachtest gerade hTRIUS Exoskelett auf der GaLaBau 2026

hTRIUS Exoskelett auf der GaLaBau 2026

Körperliche Entlastung im GaLaBau: Exoskelett als ergonomische Unterstützung

Exoskelett im GaLaBau: Wie das BionicBack von hTRIUS körperlich belastende Arbeiten ergonomisch unterstützt
Im Garten- und Landschaftsbau wechseln die Tätigkeiten ständig. Das BionicBack Exoskelett begleitet Mitarbeiter flexibel bei körperlich anspruchsvollen Arbeiten

Pflastersteine setzen, Keramikplatten verlegen, Mauern errichten, Erdreich bewegen oder schwere Materialien von Hand positionieren: Der Garten- und Landschaftsbau ist von Tätigkeiten geprägt, die den menschlichen Körper erheblich beanspruchen. Trotz zunehmender Mechanisierung lassen sich viele Arbeitsabläufe nicht vollständig maschinell ausführen.

Für die Betriebe stellt sich damit neben der technischen auch eine arbeitsorganisatorische Frage: Wie lässt sich die körperliche Belastung der Beschäftigten reduzieren, ohne die notwendige manuelle Arbeit aus den Prozessen herauszulösen?

Eine mögliche Ergänzung zu bestehenden Maschinen und Hilfsmitteln sind körpergetragene Assistenzsysteme. Die hTRIUS GmbH hat mit dem BionicBack ein passives Rücken-Exoskelett entwickelt, das Beschäftigte bei wiederkehrenden Hebe- und Beugebewegungen sowie bei Arbeiten in vorgeneigter Körperhaltung unterstützen soll. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Ersetzen manueller Arbeit, sondern die ergonomische Unterstützung des Menschen bei Tätigkeiten, die sich auf Baustellen weiterhin nicht vollständig mechanisieren lassen.

Ergonomie als Bestandteil betrieblicher Verantwortung

Körperliche Beanspruchung gehört im GaLaBau zum Arbeitsalltag. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Fachkräfte zu gewinnen, vorhandenes Personal langfristig zu binden und krankheitsbedingte Ausfälle organisatorisch aufzufangen. Damit rückt die Gestaltung der Arbeitsbedingungen stärker in den Fokus. Ergonomie und Prävention sind dabei nicht ausschließlich Fragen des Arbeitsschutzes, sondern berühren auch Personalplanung und betriebliche Kontinuität.

„Verantwortungsbewusste Arbeitgeber warten nicht, bis Rückenbeschwerden entstehen“, sagt Dominik Heinzelmann, Gründer und Geschäftsführer der hTRIUS GmbH. „Sie setzen dort an, wo Belastung im Arbeitsalltag entsteht und schaffen konkrete Entlastung für ihre Mitarbeiter.“

Ein Exoskelett kann in diesem Zusammenhang Teil eines umfassenderen ergonomischen Konzepts sein. Seine Funktion besteht nicht darin, körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten grundsätzlich zu verändern, sondern die dabei auftretenden Belastungen gezielt zu reduzieren. Für Beschäftigte kann die technische Unterstützung zugleich sichtbar machen, welchen Stellenwert der Betrieb der Gestaltung ihrer Arbeitsplätze beimisst.

Exoskelett im GaLaBau: Wie das BionicBack von hTRIUS körperlich belastende Arbeiten ergonomisch unterstützt
Schwere Steine, gebückte Haltung, wiederkehrende Bewegungen: Das BionicBack Exoskelett hilft, körperliche Belastung spürbar zu reduzieren

Unterstützung bei wiederkehrenden Bewegungsabläufen

Das BionicBack ist als passives Rücken-Exoskelett auf Bewegungsabläufe ausgelegt, bei denen der Oberkörper wiederholt nach vorn geneigt oder Lasten manuell bewegt werden. Gerade bei Arbeiten in Bodennähe können solche Körperhaltungen über längere Zeiträume zur körperlichen Ermüdung beitragen. Die Unterstützung setzt deshalb unmittelbar am Bewegungsablauf an und soll den Rücken bei entsprechenden Tätigkeiten entlasten.

Für die Beschäftigten steht zunächst die unmittelbare körperliche Beanspruchung während des Arbeitstages im Vordergrund. Eine geringere Ermüdung kann insbesondere bei wiederkehrenden Arbeitsabläufen dazu beitragen, die Belastung über einen längeren Einsatzzeitraum besser zu bewältigen. Gleichzeitig lässt sich daraus kein pauschaler Rückschluss auf eine gesundheitliche Wirkung in jedem individuellen Anwendungsfall ableiten. Entscheidend bleiben die konkrete Tätigkeit, die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, die korrekte Anwendung des Systems und die Einbindung in ein umfassendes Präventionskonzept.

„Unser Ziel ist, dass Menschen ihren Beruf nicht nur heute ausüben können, sondern möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben“, erklärt Heinzelmann. „Wenn Technologie dazu beiträgt, dass Mitarbeiter abends weniger belastet nach Hause gehen, entsteht ein echter Mehrwert – für den Menschen und für das Unternehmen.“

Exoskelett im GaLaBau: Wie das BionicBack von hTRIUS körperlich belastende Arbeiten ergonomisch unterstützt
Das schmale Design des BionicBack Exoskeletts ermöglicht auch im Baustellenalltag hohe Bewegungsfreiheit: Sitzen, Einsteigen und Arbeiten im Bagger bleiben problemlos möglich

Exoskelett zwischen Mechanisierung und manueller Arbeit

Die zunehmende Mechanisierung des GaLaBaus hat zahlreiche Arbeitsprozesse verändert. Dennoch bleiben Tätigkeiten bestehen, bei denen Maschinen aufgrund räumlicher Bedingungen, wechselnder Baustellensituationen oder der erforderlichen Präzision nur eingeschränkt eingesetzt werden können. Das betrifft insbesondere Arbeiten, bei denen Materialien unmittelbar von Hand positioniert, ausgerichtet oder verarbeitet werden.

Genau an dieser Schnittstelle ordnet hTRIUS das BionicBack ein. Das System soll vorhandene Maschinen und Hilfsmittel nicht ersetzen, sondern dort ergänzen, wo Beschäftigte weiterhin körperlich arbeiten müssen. Damit folgt der Ansatz dem Grundgedanken einer technischen Assistenz: Die Maschine übernimmt nicht die Tätigkeit, sondern unterstützt den Menschen bei einem Teil der körperlichen Anforderungen.

Für einen praktischen Einsatz auf Baustellen sind dabei neben der Unterstützungswirkung auch Faktoren wie Handhabung, Bewegungsfreiheit und die Integration in bestehende Arbeitsabläufe relevant. Ein Assistenzsystem muss sich an wechselnde Tätigkeiten und Umgebungsbedingungen anpassen lassen, ohne selbst zum Hindernis im Arbeitsprozess zu werden. hTRIUS beschreibt das BionicBack deshalb als Lösung, die unmittelbar im praktischen Arbeitsumfeld eingesetzt werden soll.

„Wir glauben an eine Arbeitswelt, in der Technologie körperlich arbeitende Menschen stärkt“, sagt Heinzelmann. „Gerade im GaLaBau braucht es Lösungen, die robust, praxisnah und direkt nutzbar sind. Entlastung muss auf der Baustelle funktionieren, nicht nur in der Theorie.“

Exoskelett im GaLaBau: Wie das BionicBack von hTRIUS körperlich belastende Arbeiten ergonomisch unterstützt
Ob beim Ausrichten, Verlegen oder Nacharbeiten am Boden: Das BionicBack Exoskelett entlastet bei Tätigkeiten, bei denen der Rücken besonders gefordert ist

Auswirkungen auf Beschäftigte und Betriebe

Die ergonomische Gestaltung körperlich belastender Arbeitsplätze betrifft nicht allein die einzelne Arbeitskraft. Aus betrieblicher Sicht können hohe körperliche Beanspruchung und daraus resultierende Ermüdung die Einsatzfähigkeit von Beschäftigten beeinflussen. Krankheitsbedingte Ausfälle wiederum erhöhen den organisatorischen Aufwand, erschweren die Einsatzplanung und können die Belastung innerhalb bestehender Teams weiter erhöhen.

Präventive Maßnahmen setzen deshalb idealerweise an mehreren Stellen an. Dazu gehören die technische und ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen ebenso wie geeignete Arbeitsmittel, eine sinnvolle Arbeitsorganisation und die Unterweisung der Beschäftigten. Ein Exoskelett kann innerhalb dieses Maßnahmenbündels eine zusätzliche Möglichkeit darstellen, sofern sein Einsatz zur jeweiligen Tätigkeit und zum betrieblichen Gefährdungs- und Belastungsprofil passt.

Auch die Personalgewinnung spielt für viele GaLaBau-Betriebe eine zunehmende Rolle. Gerade in einem Berufsfeld, in dem handwerkliche Erfahrung und körperliche Arbeit eng miteinander verbunden sind, können moderne Arbeitsmittel die Wahrnehmung eines Arbeitsplatzes beeinflussen. Entscheidend ist dabei weniger das einzelne technische Produkt als die dahinterstehende betriebliche Haltung: Wird körperliche Belastung systematisch berücksichtigt und werden geeignete Maßnahmen tatsächlich umgesetzt?

„Ergonomie ist kein Zusatzthema, sondern ein Teil zukunftsfähiger Unternehmensführung“, betont Heinzelmann. „Wer seine Mitarbeiter entlastet, investiert gleichzeitig in Leistungsfähigkeit, Motivation und Bindung.“

Praxiseinsatz auf der GaLaBau 2026

Wie sich das BionicBack unter realitätsnahen Bedingungen einsetzen lässt, zeigt hTRIUS auf der GaLaBau 2026 in Nürnberg. Die internationale Leitmesse für Urbanes Grün und Freiräume findet vom 15. bis 18. September 2026 statt. Am Stand 5-124 in Halle 5 können Besucher das Rücken-Exoskelett kennenlernen und selbst ausprobieren.

Für Fachbetriebe bietet die Messe damit die Möglichkeit, die körpergetragene Unterstützung nicht nur anhand technischer Angaben zu beurteilen, sondern deren Handhabung und Bewegungsunterstützung unmittelbar zu erfahren. Im Mittelpunkt stehen dabei die konkreten Einsatzmöglichkeiten im Garten- und Landschaftsbau und die Frage, in welchen Arbeitsabläufen ein passives Exoskelett einen sinnvollen Beitrag zur ergonomischen Gestaltung leisten kann.

Fotos: hTRIUS