Drei Hubwerksvarianten, Diesel- und Elektroantrieb sowie digitale Schnittstellen prägen die neue Kompaktklasse

Wenn die GaLaBau vom 15. bis 18. September 2026 in Nürnberg ihre Tore öffnet, präsentiert Weycor in Halle 7, Stand 7-232 aktuelle Radladerlösungen für den professionellen Einsatz im Garten- und Landschaftsbau. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die vollständig neu entwickelte 3er-Serie mit den Modellen Weycor 360 und 380. Ergänzt wird die Präsentation durch den AR480 aus der bewährten 4er-Serie.
Mit der neuen Baureihe entwickelt Weycor seine Kompaktklasse grundlegend weiter. Die beiden Modelle verbinden geringe Abmessungen und hohe Wendigkeit mit einem Maschinenkonzept, das auf unterschiedliche Einsatzbedingungen, Bedienkomfort und eine möglichst breite Nutzbarkeit ausgelegt ist.
Gerade im Garten- und Landschaftsbau treffen beengte Baustellen, häufig wechselnde Tätigkeiten und unterschiedliche Anforderungen an die Maschinentechnik aufeinander. Gefragt sind deshalb Radlader, die sich auch auf begrenztem Raum bewegen lassen, zugleich aber ausreichend Leistungsfähigkeit, Stabilität und Komfort für den täglichen Einsatz bieten.
Eine besondere Rolle spielt dabei der Weycor 360. Mit einem Einsatzgewicht von rund 2,7 Tonnen lässt sich der Kompaktradlader per Trailer transportieren. Für Betriebe, deren Maschinen regelmäßig zwischen verschiedenen Baustellen wechseln, kann diese Eigenschaft den logistischen Aufwand reduzieren. Die Maschine lässt sich ohne aufwändige Transportlösungen an wechselnde Einsatzorte bringen und ist damit auf einen mobilen Arbeitsalltag im Garten- und Landschaftsbau zugeschnitten.
Diesel oder Elektro für unterschiedliche Einsatzprofile
Weycor bietet die neue Generation sowohl mit Dieselmotor als auch künftig mit vollelektrischem Antrieb an. Die Elektrovarianten sollen ab Ende 2026 verfügbar sein. Sie arbeiten mit einem 20-kW-Elektromotor und können mit einer Batteriekapazität von bis zu 44 kWh ausgestattet werden.
Der elektrische Antrieb ermöglicht lokal emissionsfreies und geräuscharmes Arbeiten. Das kann insbesondere dort relevant sein, wo Abgas- und Geräuschemissionen eine größere Rolle spielen, etwa auf innerstädtischen Baustellen, in Wohngebieten oder bei Arbeiten in Parkanlagen und anderen lärmsensiblen Bereichen. Mit der Wahl zwischen Diesel- und Elektroantrieb können Anwender die Maschine stärker an ihr konkretes Einsatzprofil und die jeweiligen Rahmenbedingungen anpassen.

Drei Hubwerksvarianten für unterschiedliche Aufgaben
Ein wesentliches Merkmal der neuen 3er-Serie ist die Auswahl aus drei Hubwerkskinematiken. Weycor verfolgt damit einen Ansatz, bei dem nicht eine einzige Auslegung möglichst viele Anwendungen abdecken soll. Stattdessen können Anwender das Hubwerk entsprechend dem Schwerpunkt ihrer täglichen Arbeit wählen.
Die P-Kinematik ist auf eine hohe Hubkraft ausgelegt und eignet sich insbesondere für schwere Lasten sowie das Palettenhandling. Ihre Hubhöhe beträgt 2.600 Millimeter. Damit ist sie vor allem für klassische Transport- und Umschlagaufgaben interessant, bei denen die verfügbare Hubkraft im Vordergrund steht.
Für Schaufelarbeiten ist die Z-Kinematik konzipiert. Sie erreicht hohe Reißkräfte und zielt damit auf Anwendungen wie Materialumschlag, Erdarbeiten und den klassischen Schaufelbetrieb. Gleichzeitig ermöglicht diese Ausführung eine größere Hubhöhe von 2.940 Millimetern.
Noch weiter reicht die P-Highlift-Kinematik. Sie kombiniert zusätzliche Hubhöhe mit größerer Reichweite und erweitert dadurch die Einsatzmöglichkeiten beim Stapeln und Verladen in größerer Höhe. Mit bis zu 3.220 Millimetern Hubhöhe erreicht sie innerhalb des verfügbaren Kinematikangebots die größte Arbeitshöhe.

Weycor setzt auf anwendungsspezifische Konfiguration
Die Bandbreite von 2.600 über 2.940 bis 3.220 Millimetern Hubhöhe verdeutlicht, wie unterschiedlich sich die neue 3er-Serie auf die jeweilige Aufgabe abstimmen lässt.
Während die P-Kinematik den Schwerpunkt auf Hubkraft und Palettenhandling legt, ist die Z-Kinematik auf hohe Reißkräfte und Schaufelarbeiten ausgerichtet. Die P-Highlift-Ausführung wiederum bietet zusätzliche Reserven bei Hubhöhe und Reichweite.
Für den Anwender entsteht dadurch die Möglichkeit, die Maschinenauslegung stärker am tatsächlichen Einsatzschwerpunkt zu orientieren. Statt bei der Wahl des Hubwerks einen Kompromiss zwischen verschiedenen Tätigkeiten einzugehen, lässt sich die Kinematik gezielt nach den Anforderungen des jeweiligen Betriebs auswählen.

Der Fahrerarbeitsplatz als Entwicklungsbereich
Neben der Arbeitshydraulik und den unterschiedlichen Antriebskonzepten hat Weycor den Fahrerarbeitsplatz neu konzipiert. Die Kabine verfügt über großzügige Sichtflächen, die eine gute Rundumsicht ermöglichen. Auf engen Baustellen, beim Rangieren zwischen Gebäuden oder bei Arbeiten in unmittelbarer Nähe zu Personen und weiteren Maschinen kommt der Sicht auf das Arbeitsumfeld eine besondere Bedeutung zu.
Die Bedienelemente und Anzeigen sind übersichtlich angeordnet und auf eine intuitive Bedienung ausgelegt. Gleichzeitig soll die Gestaltung der Kabine den Fahrer auch bei langen Einsätzen unterstützen. Ergonomie, Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit greifen dabei ineinander. Der Anspruch besteht darin, die körperliche und mentale Belastung des Fahrers zu reduzieren und eine konzentrierte Bedienung über den gesamten Arbeitstag zu ermöglichen.
Damit rückt Weycor bei der Entwicklung der neuen Generation nicht ausschließlich technische Kennwerte in den Vordergrund. Entscheidend ist vielmehr, wie sich die Maschine unter den Bedingungen des täglichen Baustelleneinsatzes bedienen und nutzen lässt.
Digitale Schnittstellen für die vernetzte Baustelle
Mit der neuen 3er-Serie hält zudem die digitale Vernetzung stärker Einzug in die Kompaktklasse. Das Weycor Connect Modul bildet die technische Grundlage für die Übertragung relevanter Maschinendaten. Eine integrierte Antenne ermöglicht die Kommunikation der Maschine und schafft damit Voraussetzungen, Informationen für Planung, Service und Flottenmanagement in betriebliche Prozesse einzubinden.
Für Unternehmen mit mehreren Maschinen können solche Daten insbesondere bei der Einsatzplanung und bei Wartungsprozessen an Bedeutung gewinnen. Maschinendaten lassen sich dadurch stärker mit den organisatorischen Abläufen eines Betriebs verknüpfen.
Darüber hinaus ist die neue 3er-Serie MIC 4.0 ready. Damit ist sie auf die zunehmende herstellerübergreifende Vernetzung von Baumaschinen und Anbaugeräten vorbereitet. Weycor verbindet bei der neuen Kompaktklasse damit klassische Anforderungen an einen Radlader mit den technischen Voraussetzungen für stärker digitalisierte Baustellenprozesse.

AR480 ergänzt das Messeprogramm
Mit dem AR480 zeigt Weycor in Nürnberg außerdem einen Vertreter der 4er-Serie. Der Radlader steht innerhalb des Portfolios für eine Kombination aus Wendigkeit, Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit. Seine robuste Konstruktion ist auf unterschiedliche Einsatzbereiche ausgelegt, wenn neben kompakten Abmessungen auch höhere Leistungsreserven gefragt sind.
Das Einsatzspektrum reicht vom Materialumschlag und klassischen Ladeeinsätzen über Erdbewegungsarbeiten bis zu Transport- und Handlingaufgaben. Damit adressiert der AR480 Anwender, die eine vielseitig einsetzbare Maschine für wechselnde Tätigkeiten benötigen.
Auch bei diesem Modell spielt die Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes eine zentrale Rolle. Die Komfortkabine bietet eine gute Sicht auf Arbeitsbereich und Umfeld und verbindet ergonomisch angeordnete Bedienelemente mit einem auf längere Einsätze ausgelegten Komfortniveau. Für den Fahrer bedeutet das vor allem bessere Voraussetzungen für konzentriertes und möglichst ermüdungsarmes Arbeiten.
Hinzu kommt die Serviceorientierung der Maschine. Die relevante Technik ist so zugänglich ausgeführt, dass Wartungs- und Servicearbeiten erleichtert werden. Eine gute Erreichbarkeit der Komponenten kann dazu beitragen, Arbeitsunterbrechungen zu verkürzen und die Maschine schneller wieder für den Einsatz verfügbar zu machen.
GaLaBau als Plattform für den Praxisaustausch
Für Weycor ist die GaLaBau nicht allein eine Präsentationsfläche für neue Maschinen. Die Messe bietet zugleich Gelegenheit, mit Anwendern, Händlern und Branchenexperten über konkrete Einsatzbedingungen und technische Anforderungen zu sprechen. Besucher können die Maschinen besichtigen und sich am Stand mit dem Weycor Team über Maschinenkonfigurationen und unterschiedliche Einsatzanforderungen austauschen.
Fotos: Weycor / ©Dernjac GmbH



