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TVH – Partner bei der Elektrifizierung

Elektrisches Systemdesign bei TVH im industriellen Kontext

Seit mehr als fünf Jahrzehnten agiert TVH als globaler Ersatzteilhändler für Offroad-Maschinen und hat sich in diesem Zeitraum eine belastbare Marktposition erarbeitet. Das Portfolio umfasst unter anderem Gabelstapler, Minibagger, Scheuersaugmaschinen und Radlader. Charakteristisch für das Unternehmen sind eine leistungsfähige Lieferkette sowie eine internationale Präsenz mit rund 90 Niederlassungen, die eine Kombination aus globaler Verfügbarkeit und lokalem Support ermöglichen.

Elektrisches Systemdesign bei TVH
Beim Event zum elektrischen Systemdesign demonstrierte TVH den Entwicklungsprozess von der Prototypenphase bis zur serienreifen Lösung

Technologische Entwicklung und Systemkompetenz

Innerhalb der Organisation blickt die Elektronikabteilung auf über 30 Jahre Erfahrung zurück. Das Spektrum reicht von der Reparatur und Wiederaufarbeitung elektronischer Komponenten über Elektromotoren und Steuerungen bis hin zur Entwicklung und Aktualisierung von Software. Parallel dazu entwickelt die Forschungs- und Entwicklungsabteilung spezifische Funktionstestgeräte und führt umfassende Leistungs- und Haltbarkeitstests durch.

„Im Laufe der Zeit hat TVH sein Dienstleistungsangebot erweitert und den Bereich Elektrisches Systemdesign eingeführt. Als Systemintegrator verfügen wir sowohl über das technische Know-how als auch über die Mittel, um Kunden bei der Entwicklung elektrischer Maschinen oder der Umrüstung von Verbrennungsmotoren auf elektrische Antriebe in bestehenden Geräten zu unterstützen“, erklärt Thomas Dhaenens, verantwortlich für das elektrische Systemdesign bei TVH.

Das elektrische Systemdesign wird intern als integrativer Ansatz verstanden, der mehrere Kompetenzfelder zusammenführt. Neben der Unterstützung bei der Softwareentwicklung spielt die Verfügbarkeit von Komponenten eine zentrale Rolle. Die vorhandenen Lagerkapazitäten ermöglichen eine kurzfristige Bereitstellung benötigter Bauteile, während gleichzeitig auf spezifische Anforderungen flexibel reagiert werden kann.

TVH und standardisierte Individualisierung

„Wir verfügen über die technischen Fähigkeiten und Kenntnisse, um den Kunden bei der Softwareentwicklung zu unterstützen. Darüber hinaus gewährleisten unsere immensen Lagerkapazitäten die sofortige Verfügbarkeit der erforderlichen Komponenten. Nicht zuletzt sind wir darauf eingestellt, schnell auf Kundenwünsche zu reagieren“, so Thomas Dhaenens.

Diese Kombination bildet die Grundlage für einen Ansatz, der als personalisierte Standardisierung beschrieben werden kann. Durch die enge Zusammenarbeit mit zentralen Lieferanten entsteht ein standardisiertes Sortiment qualitativ hochwertiger Komponenten, darunter Batteriesysteme, Steuerungen und Elektromotoren, das zugleich wirtschaftlich darstellbar bleibt.

„Dadurch können wir personalisierte Standardisierungen erstellen. Dank unserer engen Zusammenarbeit mit wichtigen Lieferanten können wir ein standardisiertes Sortiment hochwertiger Produkte wie Batteriesysteme, Steuerungen und Elektromotoren zu angemessenen Preisen anbieten“, fügt Thomas Dhaenens hinzu.

Personalisiertes Plug-and-Play-Kit

Insbesondere für OEM-Kunden mit hoher Variantenvielfalt und vergleichsweise geringen Stückzahlen erweist sich dieses Modell als geeignet. In solchen Konstellationen ist die Prototypenentwicklung häufig mit erhöhtem Aufwand verbunden. Die Möglichkeit, auf Standardkomponenten zurückzugreifen, ohne Mindestbestellmengen einhalten zu müssen oder auf spezifische Fertigungen zu warten, reduziert Entwicklungszeiten erheblich.

„Wir können ihnen Standard-Ersatzteile für ihre Prototypenentwicklung anbieten. Darüber hinaus verfolgt GemOne Telematics die Echtzeitleistung des Prototyps für zukünftige Optimierungen. Dadurch verkürzt unsere Standardisierung die Markteinführungszeit für unsere Kunden erheblich.“

Ein weiterer Aspekt betrifft die Skalierung vom Prototypenstadium in die Serienproduktion. Hier wird ein strukturierter Prozess etabliert, der die Komplexität für den Kunden reduziert.

„Sobald ein Kunde mit der Produktion seiner elektrifizierten Geräte beginnt, erstellen wir eine eindeutige Artikelnummer für ihn. Wenn sie über diese Artikelnummer bei uns bestellen, wird hinter den Kulissen ein Prozess in Gang gesetzt: Dazu gehören die Montage der Elektromotoren, die Installation der Software auf den Steuerungen und die Erstellung maßgeschneiderter Verkabelungen. Mit anderen Worten: Der Kunde erhält ein personalisiertes Plug-and-Play-Kit.“

Elektrisches Systemdesign bei TVH
Teilnehmer des TVH Events erhielten Einblicke in Integration, Testverfahren und praktische Umsetzung elektrischer Antriebssysteme

Forschung, Netzwerke und technologische Perspektiven

Die kontinuierliche Investition in Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Ziel ist die Entwicklung zukunftsfähiger Lösungen, die sowohl aktuellen als auch zukünftigen Anforderungen gerecht werden. Im Bereich des elektrischen Systemdesigns zeigt sich dies unter anderem in der Integration austauschbarer Batteriesysteme sowie in der Auseinandersetzung mit kabellosen und öffentlichen Ladeinfrastrukturen.

„Das elektrische Systemdesign bildet da keine Ausnahme, beispielsweise durch die Integration austauschbarer Batteriepacks und die Möglichkeiten des kabellosen und öffentlichen Ladens von Elektrofahrzeugen. Diese Denkweise bringt uns in Kontakt mit Flanders Make, dem belgischen Innovationszentrum, das uns mit seiner Test- und Zertifizierungsinfrastruktur unterstützt und gleichzeitig weiterhin in Forschung und Entwicklung investiert.“

Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wird durch Aktivitäten im Rahmen von Fachveranstaltungen ergänzt. So war das Innovationszentrum unter anderem mit einer Grundsatzrede beim Electric System Design Event vertreten, ebenso bei Veranstaltungen von VLAIO und der Branchenplattform De Groene Koers.

Im Rahmen des unternehmenseigenen Events erhielten Besucher Einblicke in den gesamten Entwicklungsprozess elektrischer Systeme, vom Prototypenbau bis zur Serienfertigung. Vertreten waren Maschinenhersteller und Ingenieure aus der Benelux-Region sowie Zulieferer, die aktuelle technologische Entwicklungen präsentierten.

Fotos: TVH