Fristads erweitert sein Workwear-Portfolio um Sicherheitsschuhe

Mit der Einführung von ComfortStep erweitert Fristads sein Angebot erstmals um Sicherheitsschuhe und vollzieht damit einen strategischen Ausbau des bisherigen Workwear-Portfolios. Der schwedische Hersteller, der bislang vor allem für Berufsbekleidung bekannt ist, verfolgt damit einen systemorientierten Ansatz: Bekleidung und Schuhe sollen künftig als funktionale Einheit entwickelt werden, um den Anforderungen professioneller Anwender im Arbeitsalltag besser gerecht zu werden.
Die neue Kollektion markiert zugleich den Einstieg des Unternehmens in einen wettbewerbsintensiven Markt, der in den vergangenen Jahren zunehmend von ergonomischen Konzepten, modularen Lösungen und langlebigen Materialsystemen geprägt wurde. Fristads positioniert ComfortStep dabei nicht als isoliertes Schuhsortiment, sondern als Ergänzung seines bestehenden Workwear-Systems.
Ergonomie als Ausgangspunkt der Entwicklung
Im Mittelpunkt der Produktentwicklung stand nach Unternehmensangaben nicht der Schuh selbst, sondern die Analyse natürlicher Bewegungsabläufe des Fußes unter realen Arbeitsbedingungen. Gemeinsam mit Fachkräften aus Handwerk und Industrie untersuchte Fristads, wie sich Füße während langer Arbeitstage verhalten und welche Belastungen insbesondere bei wechselnden Untergründen, langen Stehzeiten oder dynamischen Bewegungsabläufen entstehen.
Auf dieser Grundlage entstand die sogenannte „Fristads FootShape“-Passform. Charakteristisch ist dabei eine breiter ausgelegte Zehenbox, die natürliche Bewegungsabläufe unterstützen und gleichzeitig Stabilität sowie Balance fördern soll. Ziel ist es, den Fuß weniger stark in vorgegebene Formen zu zwingen und stattdessen die natürliche Anatomie stärker zu berücksichtigen.
„Wir haben beim Fuß angesetzt – seiner Form, Bewegung und den Anforderungen im Arbeitsalltag. Daraus entstand ein Schuh, der den Körper unterstützt, statt ihn in eine Form zu zwingen“, sagt Lena Bay Højland, Product Director bei Fristads.

ComfortStep setzt auf modulares Komfortkonzept
Ein zentrales Merkmal der neuen Schuhserie ComfortStep ist das modulare Einlegesohlensystem. Fristads reagiert damit auf unterschiedliche Belastungsszenarien in Industrie, Handwerk und Logistik, bei denen Bewegungsprofile und ergonomische Anforderungen stark variieren können.
Standardmäßig werden die Modelle mit der Einlegesohle „ActiveStep“ ausgeliefert. Diese verfügt über eine Fersen-Zehen-Sprengung von acht Millimetern und ist auf bewegungsintensive Tätigkeiten ausgelegt. Für Arbeitsplätze mit überwiegend stehenden Tätigkeiten bietet Fristads alternativ die „SteadyStep“-Einlegesohle mit reduzierter Sprengung von fünf Millimetern an. Durch dieses austauschbare System soll sich die Unterstützung des Fußes stärker an individuelle Arbeitsbedingungen anpassen lassen.

Technologiepartnerschaften für Schutz und Haltbarkeit
Bei der technischen Ausstattung setzt Fristads auf etablierte Zulieferer und bekannte Komponenten aus dem Sicherheits- und Outdoorbereich. Dazu gehört unter anderem das BOA Fit System, das eine einhändige Anpassung über ein Drehverschlusssystem ermöglicht und für gleichmäßigen Halt sorgen soll.
In den S7S-Modellen kommen zudem Vibram Ecostep Pro Laufsohlen zum Einsatz. Diese sollen insbesondere auf wechselnden Untergründen für Traktion, Stabilität und Verschleißfestigkeit sorgen. Ergänzt wird die Ausstattung durch die wasserdichte HDry-Membrantechnologie, die gleichzeitig Atmungsaktivität gewährleisten soll.
Für stark beanspruchte Bereiche integriert Fristads bei ausgewählten Modellen zusätzlich Verstärkungen aus Cordura. Das Material gilt insbesondere in industriellen Einsatzbereichen als widerstandsfähig gegenüber Abrieb, Kratzern und mechanischer Beanspruchung.

Fokus auf Lebensdauer und Materialeinsatz
Parallel zur funktionalen Ausrichtung hebt Fristads den Nachhaltigkeitsaspekt der neuen Kollektion hervor. Nach Angaben des Unternehmens werden recycelte und biobasierte Materialien dort eingesetzt, wo dies technisch umsetzbar ist, ohne die Anforderungen an Schutzwirkung oder Haltbarkeit einzuschränken.
Damit folgt das Unternehmen einem Ansatz, der in der Workwear-Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt: Produkte sollen nicht nur ergonomisch und robust, sondern auch auf eine möglichst lange Nutzungsdauer ausgelegt sein. Gerade im Bereich Sicherheitsschuhe gelten Haltbarkeit und Reparaturfähigkeit als wesentliche Faktoren für die tatsächliche Umweltbilanz.
Zur Markteinführung begleitet Fristads die Kollektion zudem mit einer Komfort-Garantie. Anwender können die Schuhe zurückgeben, falls sie mit dem Tragekomfort nicht zufrieden sind.
Ausbau zum vollständigen Workwear-System
Mit dem Einstieg in den Sicherheitsschuhmarkt erweitert Fristads seine Positionierung über klassische Berufsbekleidung hinaus. Künftig sollen Bekleidung und Schuhe als zusammenhängendes System verstanden werden, das Schutz, Ergonomie und Funktionalität über den gesamten Körper hinweg verbindet.
„Es geht darum, das System zu vervollständigen. Zum ersten Mal können wir eine vollständig integrierte Workwear-Lösung anbieten, bei der Schutz, Komfort und Funktionalität über den gesamten Körper hinweg zusammenspielen“, sagt Lena Bay Højland. Die ComfortStep-Kollektion ist seit dem 4. Mai über den Webshop von Fristads sowie bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich.
Fristads entwickelt seit 1925 Berufsbekleidung für industrielle und handwerkliche Einsatzbereiche und gehört heute zur Hultafors Group, die wiederum Teil der schwedischen Investmentgesellschaft Investment AB Latour ist.
Fotos: Fristads




