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Holp RotoTop am Wacker Neuson ET90

RotoTop im Praxiseinsatz: Einzelunternehmer berichtet von deutlichen Effizienzgewinnen

Ein Praxisbericht zeigt, wie der Drehantrieb Holp RotoTop am Wacker Neuson ET90 Arbeitsabläufe beschleunigt
Endlich sind alle Anbaugeräte endlos drehbar: Alexander Schober freut sich über eine Leistungssteigerung von mindestens 25 Prozent und mehr Komfort bei der Arbeit

Der Wechsel vom konventionellen Tilt zum RotoTop der Holp GmbH hat für den selbständigen Bau- und GaLaBau-Unternehmer Alexander Schober spürbare Veränderungen im Arbeitsalltag gebracht. An seinem Wacker Neuson ET90 ließ er im Herbst 2025 einen RotoTop mit 8-fach-Drehdurchführung nachrüsten. Bereits nach wenigen Wochen zieht Schober eine klare Bilanz: weniger Handarbeit, weniger Umsetzvorgänge des Baggers und eine insgesamt höhere Arbeitsleistung.

Schober ist seit rund 20 Jahren als Einzelunternehmer tätig. Sein Einsatzspektrum reicht vom Garten- und Landschaftsbau über die Herstellung von Hausanschlüssen für Gas, Wasser, Strom und Glasfaser bis hin zu Notreparaturen für kommunale Auftraggeber, etwa bei Rohrbrüchen. Die meisten Arbeiten erledigt er allein mit seinem Mobilbagger; zusätzliche Arbeitskräfte werden nur bei Bedarf hinzugezogen.

Vom Tilt zur Endlosdrehung

Als Schober vor zwei Jahren den ET90 von Wacker Neuson anschaffte, testete er bereits bei einem Anbaugerätetag in der Testarena der Holp GmbH einen RotoTop. Dennoch entschied er sich damals zunächst für einen einfachen Tilt. Rückblickend bewertet er diese Entscheidung kritisch. Besonders bei Erdarbeiten habe sich gezeigt, dass das Arbeiten „von sich weg“ nur eingeschränkt möglich war und Material häufig in mehreren Arbeitsschritten bewegt werden musste. Zusätzlich seien häufige Positionswechsel des Baggers nötig gewesen.

Mit dem nachträglichen Umbau änderte sich das grundlegend. Der RotoTop ermöglicht nun eine endlose Drehbewegung sämtlicher angebauter Werkzeuge wie Greifer, Grabenräumlöffel und Tieflöffel. Gleichzeitig verringerte sich der Aufbau am Ende des Baggerarms um 14 Zentimeter – ein Detail, das laut Schober bei einem 9-Tonnen-Bagger deutlich spürbar sei.

Da die Holp GmbH ihren Sitz in Murrhardt hat und damit in unmittelbarer Nähe von Schobers Betrieb liegt, erfolgte der Umbau direkt im Werk des Herstellers. Für den Unternehmer war das auch logistisch ein Vorteil: Der Bagger konnte ohne zusätzlichen Transportaufwand dorthin gebracht werden.

Ein Praxisbericht zeigt, wie der Drehantrieb Holp RotoTop am Wacker Neuson ET90 Arbeitsabläufe beschleunigt
Der Umbau des Wacker Neuson ET90 auf den RotoTop mit 8-fach-Drehdurchführung erfolgte direkt im Werk der Holp GmbH in Murrhardt

RotoTop reduziert Handarbeit und Umsetzvorgänge

Die Auswirkungen im Baustellenalltag beschreibt Schober konkret. Bei bestimmten Aufträgen werde durch die höhere Beweglichkeit des Baggers die manuelle Zuarbeit so weit reduziert, dass ein Helfer nur noch vier statt fünf Tage pro Woche benötigt werde. „Hier sind das locker 20 bis 25 Prozent, aber ich profitiere bei allen Arbeiten, denn einfach alles geht durch die Flexibilität der Endlosdrehung leichter. Ich habe mehr Übersicht auf den Arbeitsbereich, muss seltener den Bagger versetzen und auch kaum mehr aussteigen“, fasst Schober die Verbesserungen zusammen.

Die Bedienung des Systems sei für ihn schnell erlernbar gewesen. Nach eigenen Angaben habe er sich innerhalb einer Stunde an die neue Arbeitsweise gewöhnt. Besonders bei Hausanschlüssen und beengten Baustellen sieht er Vorteile: Rohre lassen sich mit dem Universallöffel präzise mit Sand oder Split verfüllen, ohne dass zusätzlich viel Handarbeit nötig ist. Auch das Arbeiten unmittelbar an Hauswänden sei genauer geworden; Schäden durch unkontrollierte Bewegungen des Löffels ließen sich besser vermeiden.

Weitere Vorteile sieht Schober beim Planieren und beim Setzen schwerer Elemente wie Natursteinen oder L-Steinen. Durch die Möglichkeit, auch quer zum Bagger zu arbeiten, müsse die Maschine deutlich seltener umgesetzt werden. Gleichzeitig reduziere sich die Zahl der Werkzeugwechsel, weil sich viele Arbeitsschritte mit dem flexiblen Baggerarm und einem Standardlöffel erledigen ließen.

Ein Praxisbericht zeigt, wie der Drehantrieb Holp RotoTop am Wacker Neuson ET90 Arbeitsabläufe beschleunigt
Günter Holp und Alexander Schober bei der Übergabe

Wirtschaftlichkeit und Sicherheit im Fokus

Für Schober steht inzwischen nicht nur der Komfortgewinn im Vordergrund, sondern auch die Wirtschaftlichkeit. Er rechnet damit, dass sich die Investition in den RotoTop durch die eingesparte Arbeitszeit und die höhere Produktivität schnell amortisieren wird. Danach könne die veränderte Arbeitsweise unmittelbar zu höheren Erträgen beitragen.

Positiv bewertet er zudem die kompakte Bauweise des Systems. Es gebe keine überstehenden Bauteile, die in Baugruben hängen bleiben könnten. Der Wartungsaufwand beschränke sich im Wesentlichen auf die regelmäßige Schmierung. Rückblickend ärgert sich Schober über die zwei Jahre, in denen er noch ohne Endlosdrehung gearbeitet hat: „Das hätte ich auch schon vor zwei Jahren haben können …“

Der Erfahrungsbericht von Alexander Schober zeigt exemplarisch, welchen Einfluss ein RotoTop auf die Arbeitsorganisation kleiner Bau- und GaLaBau-Betriebe haben kann. Besonders für Unternehmer, die viele unterschiedliche Aufgaben mit nur einer Maschine erledigen, kann die Kombination aus Endlosdrehung, präziser Werkzeugführung und reduzierten Umsetzvorgängen deutliche Produktivitätsvorteile bringen.

Hersteller mit langer Anbaugeräte-Tradition

Die Holp GmbH aus Murrhardt geht auf einen 1979 gegründeten Erdbaubetrieb zurück. Unter Günter Holp entwickelte sich das Unternehmen ab den 1990er-Jahren zunehmend zum Hersteller von Anbaugeräten für Bagger. Neben den VarioLöffeln gehören heute insbesondere die unter dem Namen RotoTop vertriebenen Drehantriebe zum Portfolio des Familienunternehmens.

Text: Tanja Buchholz | Fotos: Holp