Neue Reifengeneration soll Produktivität steigern und Betriebskosten senken

Mit dem XHA3 bringt Michelin eine neue Reifengeneration für ein breites Spektrum an Baumaschinen auf den Markt. Der Reifen ist für Transportfahrzeuge, Scraper, knickgelenkte Muldenkipper, Radlader und Grader ausgelegt und deckt Anwendungen der Klassen E3, L3 und G3 ab.
Damit richtet sich die Neuentwicklung an Betreiber, die ihre Maschinen unter wechselnden Einsatzbedingungen nutzen und gleichzeitig den steigenden Anforderungen hinsichtlich Produktivität, Belastbarkeit und Wirtschaftlichkeit gerecht werden müssen.
Gegenüber dem Vorgängermodell Michelin XHA2 wurde sowohl das Profildesign als auch die Reifenstruktur überarbeitet. Nach Herstellerangaben erreicht der XHA3 dadurch eine um bis zu 20 Prozent höhere Laufleistung. Gleichzeitig soll die optimierte Konstruktion für eine höhere Stabilität sowie einen verbesserten Fahrkomfort sorgen. Die stabile Karkasse ist zudem auf eine hohe Runderneuerungsfähigkeit ausgelegt, wodurch sich der Reifen mehrfach im Lebenszyklus nutzen lässt.

XHA3 erweitert Einsatzspektrum für Baumaschinen
Der XHA3 ist für unterschiedliche Untergründe konzipiert und soll sowohl auf schlammigen Baustellen als auch auf Geröll oder befestigten Fahrwegen zuverlässig arbeiten. Michelin sieht den Reifen deshalb insbesondere für Maschinen geeignet, die häufig zwischen verschiedenen Einsatzorten und Bodenverhältnissen wechseln oder intensive Arbeitszyklen absolvieren.
Die breite Einsatzfähigkeit kann darüber hinaus die Anzahl unterschiedlicher Reifentypen im Fuhrpark reduzieren und damit sowohl das Maschinenmanagement als auch die Lagerhaltung vereinfachen.
Baumaschinenreifen mit visueller Reifendruckkontrolle
Eine technische Neuerung stellt die von Michelin entwickelte Michelin Visual Pressure Control dar. Der XHA3 ist nach Angaben des Herstellers der erste Reifen, der über eine rein visuelle Reifendruckkontrolle verfügt. Das System wurde speziell für den Einsatz auf Baustellen entwickelt und unterstützt die routinemäßige Maschinenkontrolle, bei der der korrekte Reifendruck eine wesentliche Voraussetzung für Sicherheit, Produktivität und die Einhaltung betrieblicher Vorgaben ist.
Im Gegensatz zu elektronischen Reifendruckkontrollsystemen arbeitet die Lösung ohne Sensoren, Steuergeräte oder externe Komponenten. Ein auf der Reifenflanke angebrachter Indikator ermöglicht es dem Maschinenführer, den Reifendruck unmittelbar zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Dadurch lassen sich Kontrollen direkt im Einsatz durchführen, ohne zusätzliche technische Hilfsmittel einzusetzen. Gleichzeitig soll eine konsequentere Reifendrucküberwachung die Betriebssicherheit erhöhen und die Nutzung des Reifens optimieren. Für die Michelin Visual Pressure Control wurde ein Patentantrag gestellt.

Überarbeitete Konstruktion für höhere Wirtschaftlichkeit
Neben der neuen Kontrollmöglichkeit wurden auch mehrere konstruktive Details weiterentwickelt. Das Profildesign verfügt über ein größeres Gummivolumen, wodurch sich nach Angaben des Herstellers sowohl die Lebensdauer als auch die Wartungskosten positiv beeinflussen lassen. Ein verstärkter Wulstbereich ermöglicht den Einsatz auf Maschinen mit hohem Drehmoment. Je nach Reifendimension steigt die Tragfähigkeit gegenüber dem Vorgänger um bis zu 20 Prozent.
Darüber hinaus sollen ein neu entwickeltes Vier-Block-Profildesign sowie ein progressiver Schulterradius die Traktion auf unterschiedlichen Untergründen verbessern. Die konstruktiven Änderungen zielen darauf ab, produktive Maschinenzyklen zu erhöhen und ungeplante Stillstandzeiten auf Baustellen zu reduzieren. Michelin beziffert die mögliche Verringerung der Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) im Vergleich zum Michelin XHA2 mit bis zu 16 Prozent.

Markteinführung ab Oktober 2026
Die Markteinführung des Michelin XHA3 in Europa beginnt im Oktober 2026. Zum Verkaufsstart stehen die Dimensionen 29.5 R25 und 23.5 R25 zur Verfügung. Ab Januar 2027 folgt zusätzlich die Dimension 26.5 R25.
Michelin mit Hauptsitz im französischen Clermont-Ferrand ist in 175 Ländern tätig und beschäftigt weltweit rund 122.600 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt Reifen, Polymer-Verbundwerkstoffe und technische Komponenten für verschiedene Anwendungsbereiche, darunter Mobilität, Bauwesen, Luftfahrt, emissionsarme Energien und Gesundheitswesen. Darüber hinaus umfasst das Portfolio digitale und datenbasierte Lösungen für gewerbliche Fuhrparks sowie den international etablierten Michelin Guide.
Fotos: Michelin




