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MOX – Geräteträger mit 3-Punkt-Aufnahme

Kompakter Kettengeräteträger mit Zapfwelle und breitem Anbaugeräteprogramm

Vogt MOX: kompakter Geräteträger mit Zapfwelle
MOX Geräteträger mit Holzhäcksler. Das zapfwellengetriebene Anbaugerät erweitert den Einsatzbereich des Kettenträgers um die Aufbereitung von Holz und Astmaterial direkt am Einsatzort

Mit dem MOX erweitert die Vogt GmbH & Co. KG ihr Maschinenprogramm um einen kompakten Geräteträger für Baugewerbe, Garten- und Landschaftsbau sowie anspruchsvolle Arbeiten im Gelände. Die auf langjähriger Praxiserfahrung basierende Konstruktion verbindet ein Kettenfahrwerk mit einer genormten Dreipunktaufnahme und Zapfwellenantrieb. Damit ist die Maschine darauf ausgelegt, unterschiedliche Arbeitsgeräte aufzunehmen und Aufgaben abzudecken, für die auf Baustellen und im Gelände bislang häufig mehrere Maschinenkonzepte zum Einsatz kommen.

Der MOX ergänzt das bestehende Vogt Programm rund um die funkgesteuerten MDB-Raupen. Im Mittelpunkt steht dabei die Kombination aus kompakter Abmessung, hoher Geländegängigkeit und einer für Anbaugeräte ausgelegten Hydraulik- und Zapfwellenkonfiguration.

Die Dreipunktaufnahme der Kategorie I verfügt über einen Zapfwellenantrieb mit 540 U/min. Dadurch lassen sich auch vorhandene Dreipunktgeräte einsetzen. Der serienmäßige hydraulische Oberlenker erleichtert die Anpassung der Anbaugeräte an die jeweilige Arbeitssituation. Drei zusätzliche doppelwirkende Hydraulik-Steuergeräte sowie ein 12-V-Stromanschluss erweitern die Schnittstellen für unterschiedliche Geräte und Anwendungen.

Vogt MOX: kompakter Geräteträger mit Zapfwelle
Der Forstmulcher ist neben der Gehölzzerkleinerung auch für die Bearbeitung von Forstflächen und steinigen Untergründen ausgelegt und kann damit je nach Einsatz als Forstfräse beziehungsweise Steinbrecher eingesetzt werden

Trägerfahrzeug mit Traktorkonzept

Konstruktiv positioniert Vogt den MOX zwischen klassischem Traktor und spezialisiertem Geräteträger. Das Kettenfahrwerk ermöglicht eine kompakte Bauweise und ein wendiges Fahrverhalten, während die Dreipunktaufnahme mit Zapfwelle die Nutzung einer breiten Palette mechanisch angetriebener Anbaugeräte erlaubt. Für den Antrieb sorgt ein 40 PS beziehungsweise 30 kW starker Benzinmotor von Briggs & Stratton mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung.

Die Kraftübertragung erfolgt direkt vom Motor auf die Zapfwelle. Damit steht die Motorleistung unmittelbar für das angeschlossene Arbeitsgerät zur Verfügung. Die Auslegung des Antriebsstrangs zielt insbesondere auf Anwendungen, bei denen kontinuierlich Leistung an ein zapfwellengetriebenes Gerät übertragen werden muss.

Mit einer Außenbreite von 880 Millimetern bleibt der Geräteträger auch für beengte Einsatzbedingungen kompakt. Optional kann die Maschine mit einer Breite von 780 Millimetern ausgeführt werden. Damit eignet sie sich unter anderem für schmale Zufahrten, begrenzte Baustellenbereiche und schwer zugängliche Flächen. Eine klappbare Mitfahrplattform erleichtert den Wechsel zwischen Fahr- und Arbeitsbetrieb. Die ergonomisch ausgelegte Bedienkonsole soll dabei eine präzise Steuerung ermöglichen und den Fahrer auch bei längeren Einsätzen entlasten.

Vogt MOX: kompakter Geräteträger mit Zapfwelle
MOX Geräteträger mit FSI Stubbenfräse zur Beseitigung von Baum- und Wurzelstöcken. Die kompakte Bauweise erleichtert den Einsatz auch auf beengten und schwer zugänglichen Flächen

Fahrwerk für unbefestigtes Gelände

Die Konstruktion des Fahrwerks ist auf den Einsatz abseits befestigter Flächen ausgelegt. Grundlage bildet ein massiver Heavy-Duty-Grundrahmen mit Unterbodenschutz aus Hardox-Stahl. Das Material soll vor allem im unteren Maschinenbereich für eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischer Beanspruchung und Verschleiß sorgen.

Das verstärkte Kettenfahrwerk arbeitet mit leistungsstarken Fahrmotoren und Hochstollen-Ketten. Zusammen mit der großen Bodenfreiheit entsteht eine Konfiguration, die auf Traktion und Geländegängigkeit ausgelegt ist. Das Eigengewicht von 750 Kilogramm hält die Maschine zugleich vergleichsweise leicht. Vogt gibt einen Bodendruck von 200 g/cm² an. Dadurch soll der MOX auch auf weichen und unbefestigten Böden sowie in Hanglagen bis 30 Grad eingesetzt werden können, ohne den Untergrund stärker zu belasten als schwerere Trägerfahrzeuge.

Die vergleichsweise geringe Maschinenbreite und das niedrige Gewicht wirken sich zudem auf die Logistik aus. Der Geräteträger kann dort eingesetzt werden, wo größere Traktoren oder selbstfahrende Arbeitsmaschinen aufgrund ihrer Abmessungen an Grenzen stoßen.

Vogt MOX: kompakter Geräteträger mit Zapfwelle
MOX mit Umkehrfräse bei der Bodenbearbeitung. Die Kombination eignet sich zur Aufbereitung und Vorbereitung von Flächen, unter anderem im Rahmen von Rekultivierungs- und Landschaftsbauarbeiten

MOX mit automatisierter Zapfwellensteuerung

Für den Betrieb der Anbaugeräte verfügt der MOX serienmäßig über das Smart-Control-System. Es übernimmt das automatische Einkuppeln des Zapfwellenantriebs und soll dabei einen materialschonenden Anlauf ermöglichen. Gleichzeitig wird der Antriebsstrang gegen Überlastungen geschützt. Das System zielt damit auch darauf, Bedienfehler beim Zuschalten der Zapfwelle zu reduzieren.

Eine weitere Besonderheit ist das als MOX Dust Shield bezeichnete Luftführungssystem. Nach Herstellerangaben verringert es die Staub- und Schmutzbelastung im Fahrerbereich um bis zu 80 Prozent. Gerade bei Bodenbearbeitung, Mulcharbeiten oder Einsätzen auf trockenen und unbefestigten Flächen kann die Luftführung einen wesentlichen Einfluss auf Sichtverhältnisse und Arbeitsbedingungen haben.

Für Transportfahrten steht ein ECO-Modus zur Verfügung. Er erhöht die Fahrgeschwindigkeit und soll gleichzeitig Kraftstoffverbrauch sowie Geräuschentwicklung reduzieren. Bei Wartungs- und Pflegearbeiten profitieren Anwender von einer übersichtlich aufgebauten Maschine, bei der die wesentlichen Komponenten geschützt, zugleich aber für Servicearbeiten zugänglich angeordnet sind. Für Einsätze bei eingeschränkten Lichtverhältnissen ist der Geräteträger mit einem Hella Black Magic Lichtpaket ausgestattet, das eine Lichtleistung von 3000 Lumen bereitstellt.

Vogt MOX: kompakter Geräteträger mit Zapfwelle
MOX Geräteträger mit Forstmulcher. Das zapfwellengetriebene Arbeitsgerät dient der Zerkleinerung von Gehölz und erweitert das Einsatzspektrum des Kettenträgers im Forst- und Landschaftsbau

Mehr als 20 Anbaugeräte für unterschiedliche Arbeitsgänge

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist das Anbaugeräteprogramm. Vogt bietet nach eigenen Angaben bereits mehr als 20 Arbeitsgeräte für den MOX an. Die Bandbreite reicht von Geräten für Bodenbearbeitung und Flächenvorbereitung bis zu Anwendungen in der Gehölzpflege, im Forst und bei Transportaufgaben.

Zu den leistungsintensiveren Geräten zählt ein Forstmulcher mit festen Hartmetall-Werkzeugen. Er ist für die Zerkleinerung von Gehölz mit Durchmessern von bis zu 300 Millimetern ausgelegt und kann darüber hinaus auf steinigen Flächen eingesetzt werden. Für die Bodenbearbeitung stehen unter anderem eine Umkehrfräse und eine Kreiselegge zur Verfügung. Beide Geräte eröffnen Einsatzmöglichkeiten bei der Flächenvorbereitung und Rekultivierung.

Bei der Beseitigung von Wurzelstöcken kommt eine Baumstumpffräse zum Einsatz. Für die Pflege von Baustellenflächen, Böschungen und Grünbereichen ist ein Schlegelmulcher vorgesehen. Das Programm umfasst außerdem einen Holzhäcksler, eine Heckenschere mit großer Auslage und einen Transportcontainer. Ergänzt wird das Angebot durch weitere Spezialanbaugeräte, mit denen sich der Geräteträger für unterschiedliche Arbeitsgänge konfigurieren lässt.

Damit richtet sich das Maschinenkonzept insbesondere an Unternehmen, deren Einsatzspektrum häufig zwischen Bauarbeiten, Erd- und Tiefbau sowie Landschaftspflege wechselt. Anstelle eines auf eine einzelne Anwendung spezialisierten Trägerfahrzeugs steht ein Grundgerät zur Verfügung, das über die Anbaugeräte an unterschiedliche Aufgaben angepasst werden kann.

Vogt MOX: kompakter Geräteträger mit Zapfwelle
MOX mit Transportcontainer für den Materialtransport auf Baustellen und im Gelände. Das Anbaugerät erweitert den Kettengeräteträger um eine weitere Einsatzmöglichkeit für innerbetriebliche Transportaufgaben

Fertigung im Sauerland

Entwicklung und Fertigung des MOX erfolgen in Deutschland. Produziert wird die Maschine im Sauerland, rund 25 Kilometer vom Vogt Hauptstandort in Schmallenberg entfernt. Vogt setzt nach eigenen Angaben auf Markenkomponenten und eine Fertigung nach eigenen Qualitätsstandards. Die räumliche Nähe zwischen Entwicklung, Produktion und Herstellerstandort soll kurze Wege bei der Weiterentwicklung und der praktischen Abstimmung der Maschine ermöglichen.

Mit dem neuen Geräteträger erweitert Vogt damit sein Portfolio über die bisherigen funkgesteuerten MDB-Raupen hinaus um ein Konzept, das stärker auf die Aufnahme konventioneller Dreipunktgeräte ausgerichtet ist. Die Kombination aus Kettenfahrwerk, Zapfwellenantrieb, hydraulischen Schnittstellen und kompakter Abmessung bildet dabei die technische Grundlage für den vorgesehenen Einsatz in Bau, GaLaBau und Spezialanwendungen.

Der Vertrieb des MOX und der zugehörigen Arbeitsgeräte erfolgt in Deutschland und Österreich über das Vogt Vertriebsnetzwerk. Zum Angebot gehören neben Beratung und Maschinenvorführungen mehrere Vogt Standorte, mobile Kundendienstleistungen, Servicewerkstätten und eine Ersatzteilversorgung. Vorgestellt wurde der Geräteträger erstmals im September 2026 auf der GaLaBau in Nürnberg.

Fotos: Vogt