Fachmesse in Börnicke setzt auf Praxis, Austausch und Live-Demonstrationen

Mit der OstBau 2026 findet für die ostdeutsche Bauindustrie erneut eine Fachmesse statt, die sich innerhalb weniger Jahre als fester Termin im regionalen Branchenkalender etabliert hat. Vom 18. bis 20. Juni 2026 öffnet das Messegelände der Hoffmann Baumaschinen GmbH in Börnicke bei Berlin zum vierten Mal seine Tore und richtet sich an Fachbesucher aus Bauwirtschaft, Maschinenhandel, Handwerk und baunahen Dienstleistungen. Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen setzt die Messe auch 2026 auf ihre zentrale Stärke: die Verbindung von Technikpräsentation, Live-Demonstration und direktem fachlichem Austausch.
Auf dem Gelände an der Ernst-Thälmann-Straße in Bernau OT Börnicke stehen rund 40.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Nach Angaben der Veranstalter werden erneut rund 100 Hersteller, Händler und Dienstleister erwartet.
Die OstBau versteht sich dabei ausdrücklich als spezialisierte Plattform für die ostdeutsche Bauindustrie und fokussiert sowohl klassische Baumaschinen- und Gerätetechnik als auch angrenzende Bereiche wie Fahrzeugbau, Anbaugeräte, Hydraulik, Steuerungs- und Messtechnik, Finanzierung sowie digitale Anwendungen für Bauprozesse.

Praxisorientiertes Messekonzept
Veranstalter der Messe ist die Hoffmann Baumaschinen GmbH, die die OstBau seit ihrer Gründung im Jahr 2023 auf dem eigenen Gelände ausrichtet. Das Konzept unterscheidet sich bewusst von klassischen Hallenmessen. Im Mittelpunkt stehen großzügige Freiflächen und praxisnahe Vorführungen, bei denen Maschinen und Anbaugeräte nicht ausschließlich statisch präsentiert, sondern unter realitätsnahen Bedingungen eingesetzt werden. Live-Demonstrationen gehören damit zum Kern der Veranstaltung und prägen das Messebild über alle drei Veranstaltungstage hinweg.
Für Aussteller stehen unterschiedliche Flächenkonzepte zur Verfügung. Während Fläche A vor allem Anbauteile und Zubehör adressiert, konzentriert sich Fläche B auf Bau- und Großmaschinen, Fahrzeuge sowie Equipment. Einen besonderen Stellenwert nimmt Fläche C ein, die als separates Demogelände konzipiert ist und ausdrücklich für Vorführungen vorgesehen wurde. Nach Veranstalterangaben umfasst das Angebot dort neben der abgesperrten Präsentationsfläche auch die Moderation der Demonstrationen. Für Vorführungen von Anbauteilen kann zudem ein messeeigener LiuGong Bagger bereitgestellt werden.

OstBau 2026 als Treffpunkt der Branche
Die Messe verfolgt einen praxisnahen Ansatz, der über die reine Produktschau hinausgeht. Hersteller und Händler nutzen die Veranstaltung zunehmend, um neue Maschinen, Geräte und Dienstleistungen in direktem Kontakt mit Anwendern vorzustellen. Mehrere Unternehmen haben ihre Teilnahme angekündigt: Dazu zählen unter anderem die BKL Baukran Logistik GmbH, die Schnellmontagekrane des Cattaneo-Systems präsentieren will, ebenso wie Anbieter aus den Bereichen Pumpentechnik, Arbeitsbühnen- und Spezialtechnik. Die zunehmende Präsenz unterschiedlicher Gewerke und Techniksegmente verdeutlicht die wachsende Bedeutung der Messe innerhalb der regionalen Bau- und Baumaschinenwirtschaft.
Für Fachbesucher liegt der Mehrwert vor allem in der unmittelbaren Vergleichbarkeit von Lösungen und im direkten Austausch mit Entscheidern und Technikverantwortlichen. Anders als auf stark verdichteten Großmessen entstehen in Börnicke häufig längere Fachgespräche über Einsatzbedingungen, Wirtschaftlichkeit, Servicekonzepte oder individuelle Maschinenkonfigurationen. Gerade für Bauunternehmen, Maschinenbetreiber und Werkstätten bietet dieses Format einen praxisnahen Zugang zu Herstellern und Dienstleistern.

Technik, Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Inhaltlich greift die Messe Entwicklungen auf, die derzeit die Bauwirtschaft prägen. Digitalisierung, Ressourceneffizienz und der zunehmende Fachkräftemangel zählen zu den Themenfeldern, die auf den Messeständen ebenso sichtbar werden wie in den Gesprächen zwischen Ausstellern und Anwendern. Digitale Werkzeuge zur Baustellenorganisation, Sensorik und Steuerungstechnik stehen dabei ebenso im Fokus wie energieeffiziente Maschinenkonzepte und Lösungen für emissionsärmere Bauprozesse.
Die OstBau 2026 adressiert damit Herausforderungen, die viele Unternehmen im Tagesgeschäft beschäftigen. Moderne Maschinen- und Anbaugerätetechnik, nachhaltigere Baustoff- und Prozesslösungen sowie der effizientere Einsatz von Personal und Gerät bilden zunehmend gemeinsame Schnittstellen zwischen Herstellern und Anwendern. Die Messe schafft hierfür eine Plattform, auf der Entwicklungen nicht nur vorgestellt, sondern unmittelbar demonstriert und diskutiert werden können.
Rahmenbedingungen und Besucherservice
Die OstBau 2026 findet von Donnerstag, 18. Juni, bis Samstag, 20. Juni statt. Geöffnet ist die Messe am Donnerstag und Freitag jeweils von 9 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 16 Uhr. Der Eintritt bleibt nach Angaben der Veranstalter kostenfrei. Ebenso stehen Parkflächen zur Verfügung; die Zufahrt erfolgt über den Helenenauer Weg. Das ebenerdige Messegelände ermöglicht grundsätzlich einen barrierearmen Zugang, wobei einzelne Bereiche aufgrund der Bodenbeschaffenheit Einschränkungen aufweisen können. Mehrere Catering-Angebote sowie eine sanitätsdienstliche Absicherung ergänzen die Infrastruktur vor Ort.
Mit ihrer Mischung aus Freigelände, Live-Technik und regionaler Branchenverankerung hat sich die OstBau in kurzer Zeit als eigenständiges Messeformat positioniert. Die vierte Ausgabe dürfte zeigen, ob sich dieses praxisorientierte Konzept weiterhin als Alternative und Ergänzung zu den großen internationalen Bau- und Baumaschinenmessen behaupten kann.
Fotos: OstBau




