Beutlhauser baut Kompetenz im Bereich mobiler Energie für elektrifizierte Baustellen aus

Die Elektrifizierung von Baustellen verändert die Anforderungen an die mobile Energieversorgung grundlegend. Mit dem zunehmenden Einsatz elektrisch betriebener Baumaschinen, Ladeinfrastruktur und weiterer Verbraucher rückt die Frage nach einer zuverlässigen, netzunabhängigen Stromversorgung immer stärker in den Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund hat die Beutlhauser-Gruppe ihr Portfolio im Bereich mobiler Energiesysteme erweitert und positioniert sich mit einem umfassenden Angebot für unterschiedliche Einsatzszenarien auf der Baustelle.
„Mit dieser Entscheidung werden wir unserem Selbstverständnis als Lösungsanbieter auch in diesem stark wachsenden Marktsegment gerecht. Die Elektrifizierung der Baustellen ist ein Schlüsselthema, befindet sich derzeit aber erst am Anfang. Wir möchten zeigen, dass bereits jetzt tragfähige Lösungen existieren, die nicht nur funktionieren, sondern auch wirtschaftlich sind“, sagt Geschäftsführer Korbinian Burgstaller.
Mobile Systeme für unterschiedliche Einsatzbedingungen
Der Bedarf an flexiblen Konzepten wächst insbesondere dort, wo ein Netzanschluss nicht oder nur eingeschränkt verfügbar ist oder Baustellen strenge Vorgaben hinsichtlich Lärm- und Emissionsschutz erfüllen müssen. Mobile Energiesysteme übernehmen in diesen Fällen die Versorgung elektrischer Verbraucher und können je nach Anforderung miteinander kombiniert werden. Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Einsatz ist dabei, dass die einzelnen Komponenten transportabel sind und sich flexibel zu einem bedarfsgerechten Gesamtsystem zusammenstellen lassen.
Das von Beutlhauser angebotene Portfolio umfasst Batteriespeicher, Stromerzeuger, Hybridaggregate, Photovoltaiksysteme für Containerdächer, mobile Ladesäulen sowie Verteilertechnik. Die Systeme stammen unter anderem von den Herstellern Liebherr, Atlas Copco und SunPlate und sind sowohl zur Miete als auch zum Kauf verfügbar. Ergänzend bietet das Unternehmen die Planung und Auslegung der jeweiligen Energielösung an.

Energieversorgung als Gesamtkonzept
Mit der Elektrifizierung steigen nicht nur die Anforderungen an die verfügbare Leistung, sondern auch an die Planung der Versorgung. Faktoren wie Lastprofile, Ladezeiten, verfügbare Netzanschlüsse oder die Kombination unterschiedlicher Energiequellen gewinnen an Bedeutung. Ziel moderner Konzepte ist es, Lastspitzen zu reduzieren, den Einsatz konventioneller Stromerzeuger zu minimieren und damit sowohl Kraftstoffverbrauch als auch Emissionen und Geräuschentwicklung zu senken.
Nach Angaben von Beutlhauser basiert das Angebot deshalb auf einem ganzheitlichen Ansatz. Das Unternehmen versteht sich nicht ausschließlich als Anbieter einzelner Produkte, sondern begleitet Kunden von der Analyse des Energiebedarfs über die Auswahl geeigneter Komponenten bis zur Umsetzung auf der Baustelle.
„Uns ist besonders wichtig, dass wir nicht als reiner Händler auftreten. Wir sind in der Lage, Herausforderungen in Zusammenhang mit der Energieversorgung auf Baustellen zu lösen – professionell, nachhaltig und wirtschaftlich“, führt Burgstaller aus.
Wie das Unternehmen auf seiner Informationsplattform zum Thema mobile Energie erläutert, lassen sich Batteriespeicher, Stromerzeuger, Photovoltaik und Ladeinfrastruktur je nach Anwendungsfall zu einem abgestimmten System kombinieren. Dadurch können Dieselgeneratoren bedarfsgerecht ergänzt oder zeitweise ersetzt, Lastspitzen abgefangen und elektrische Maschinen zuverlässig versorgt werden. Gleichzeitig eröffnet dieser Ansatz die Möglichkeit, den Kraftstoffverbrauch sowie CO2-Emissionen und Lärmbelastungen auf Baustellen zu reduzieren.

Beratung und Praxiserprobung
Da sich mobile Energielösungen stets an den jeweiligen Einsatzbedingungen orientieren müssen, setzt Beutlhauser auf eine projektbezogene Beratung. In allen Regionen der Unternehmensgruppe stehen Produktexperten zur Verfügung, die gemeinsam mit den Kunden die geeignete Kombination der Systemkomponenten ermitteln. Dabei werden unter anderem die Anforderungen der Baustelle, die vorhandene Infrastruktur sowie das wirtschaftliche Einsparpotenzial gegenüber dem ausschließlichen Betrieb mit klassischen Stromerzeugern bewertet.
„Um unseren Kunden einen praxisnahen, greifbaren Einblick zu ermöglichen, haben wir unseren Standort in Aurach als Vorzeigeobjekt ausgewählt“, führt Korbinian Burgstaller aus.
Am Standort Aurach steht das vollständige Sortiment an mobilen Energiekomponenten für Vorführungen und Besichtigungen bereit. Bereits bei den Nivelliertagen im Dezember 2025 und Januar 2026 stellte das Unternehmen emissionsfreie und mobile Energielösungen in den Mittelpunkt. In Regensburg, Passau und Nürnberg wurde unter anderem demonstriert, wie sich ein Schnelleinsatzkran mit dem LPO 100 von Liebherr betreiben lässt. Der kompakte Energiespeicher basiert auf Lithium-Ionen-Batterietechnologie und dient als mobile Stromversorgung für unterschiedliche Anwendungen auf der Baustelle.
Unternehmensprofil
Die Beutlhauser-Gruppe erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 592 Millionen Euro und zählt zu den führenden Handels- und Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Verkauf, Vermietung und Service von Baumaschinen, Flurförderzeugen, Kommunaltechnik sowie digitalen Lösungen. Zu den wichtigsten Lieferanten gehören Liebherr Baumaschinen, Linde Flurförderzeuge und Mercedes-Benz Unimog. Rund 1.500 Beschäftigte sind an 27 Standorten tätig. Neben dem Vertrieb und Service hochwertiger Maschinen baut das Unternehmen sein Angebot im Bereich mobiler Energiesysteme als weiteres Geschäftsfeld für die zunehmend elektrifizierte Baustelle aus.
Fotos: Beutlhauser




