Ein Jahr Neumünster ohne Nordbau? Ging das überhaupt?
So sah die NordBau 2019 aus - dieses Jahr leider nicht...

Ein Jahr Neumünster ohne Nordbau? Ging das überhaupt?

Eigentlich ist das ein absolutes NoGo, doch in diesen Zeiten sind einige NoGo‘s gefallen oder mussten zwangsweise fallen. Ganz aufgeben wollten die Neumünsteraner jedoch nicht und so kam die „Fachausstellung Bau mit Seminaren in Zeiten von Corona – powered by NordBau“ zustande.

Trauriges Bild vom Südgelände.

Ein Lebenszeichen und nicht mehr?

Ja und nein, so unspezifisch dies Antwort auch sein mag, sie ist auf jeden Fall die richtige. Es wäre so schön gewesen und vor allen Dingen auch noch eine Jubiläumsveranstaltung, nämlich die 65. NordBau. Doch wie sagte 2013 der damalige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück so schön? „Hätte, hätte – Fahrradkette…“

 

Ähnlich sah es auf dem westlichen Teilgelände aus.

Immerhin war dieses Ausstellungsformat das erste im Bereich Bau in diesem Jahr. Reiheneise sind alle erdenklichen Messen und Veranstaltungen, wie Steinexpo, GaLaBau, Recycling Aktiv und weitere der Covid 19 Pandemie zum Opfer gefallen und wer in den ersten Wochen im Lockdown noch dachte, dass ja alles gar nicht so schlimm sei bzw. es bis zum Herbst wieder vorbei sei, der wurde schnell eines Besseren bzw. eher Schlechten belehrt. Was war also der Grundgedanke, der hinter der Fachausstellung stand. Nachgefragt bei Wolf Gerd Jansch, Messeleiter der NordBau, schilderte er die Situation folgendermaßen: „Noch Anfang März waren wir in der vollen Planung zu diesjährigen NordBau und dann hat es uns einfach kalt erwischt. Aber ganz aufgeben wollten wir dann auch nicht. Wir standen von Anfang an in direkten Kontakt mit den Genehmigungsbehörden und haben einerseits gehofft und andererseits nach Alternativlösungen gesucht.“ Während der Sommermonate mit sinkenden Infektionszahlen sah es wohl so aus, also ob zumindest eine, zwar deutlich abgespeckte Variante geben könnte mit rund 100 Ausstellern und einer entsprechenden Nutzung der Außenflächen, aber das Ende der Sommerferien und der dann aufgetretene Infektionshotspot in Dithmarschen warf die Planung erneut über den Haufen. Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz springt der Messe zur Seite und unterstreicht, dass auch das Wirtschaftsministerium natürlich gerne eine deutliche größere Messe gesehen hätte. „Ich hätte am liebsten auch trotz dieser Rahmenbedingungen das Größtmögliche zugelassen, aber derzeit müssen

Redakteur Mark Schmiechen im Gespräch mit Dr. Bernd Buchholz

wir versuchen die Interessen von Wirtschaft und Gesundheit unter einen Hut zu bringen. In enger Abstimmung mit der Messe und dem Gesundheitsministerium bzw. den Gesundheitsämtern ist dieses Konzept zugelassen worden.“, führt er seine Beweggründe aus, „Wir wussten ja, dass wir im September nach der Aufhebung des allgemeinen Verbots von Großveranstaltungen zum 31.08. einer der ersten Messeplätze mit sein würden. Mir war es auf jeden Fall wichtig, dass überhaupt etwas stattfindet, um das Zeichen zu setzen, dass Messe wieder losgehen kann und auch sollte.“

Klein aber da!

Die Halle 1 zur Fachausstellung Bau.
Das Alternativprogramm umfasste auch diverse Hybridseminare.

Letztendlich stellte sich die „Fachausstellung Bau mit Seminaren in Zeiten von Corona – powered by NordBau“ derart da, dass 32 Aussteller, verteilt über zweidrittel des Freigeländes sowie der Halle 1 ihre Produkte ausstellten. Darüber hinaus bot sie den Rahmen für 16 Seminare und Tagungen, die als sogenannte Hybridveranstaltungen direkt vor Ort und gleichzeitig digital angeboten wurden. Um die notwendigen Abstände einzuhalten, nutzte die Messe hierfür weitere Hallen auf dem Gelände. Das genehmigte Konzept sollte insbesondere den teilnehmenden Ausstellern ermöglichen, ihre Kunden gezielt einzuladen und treffen zu könne, da in Zeiten der Pandemie Hausmessen, große Produktvorstellungen sowie zahlreiche Termine nicht ohne weiteres möglich waren. Die Organisation von Registrierung, „Einbahnstraßen“-Konzept, Hygiene- und Schutzmaßnahmen übernahm die Messeleitung der NordBau. Schlussendlich war der Besucherandrang, wie leider zu erwarten gewesen war, nicht allzu groß, aber die, die vor Ort waren, zeigten sich durchaus zufrieden und nutzten die Chance auf ausgiebige Gespräche.

Gestärkt aus der Krise?

Gestärkt aus der Krise kommen, ist nicht nur so ein daher gesagter Spruch, sondern der Wille der Messegesellschaft in Neumünster. Dieser manifestiert sich im Ausbau des Geländes. Jeder, der schon mehr als 10 Jahre zur NordBau kommt, kennt vermutlich noch die herrlich ausufernden Nordbauabende im alten Restaurantbereich, der heutigen Halle 2. Hier entsteht mit einem Neubau an die Halle 2 der Grundstock für ein Kongresszentrum, das in seiner endgültigen Ausbaustufe auch einen Umbau- bzw. Ausbau des ehemaligen Restauranttrakt der Halle 2 bei

Erster Spatenstich für das neue Kongresszentrum.

nhaltet. Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen Neumünster GmbH, sieht in dem jetzt eine große Chance und ist sich sicher, dass es auch in Zukunft Messen und Kongresse geben wird, für die man sich nun rüsten will. „Sie fragen sich wahrscheinlich warum wir in der Krise damit beginnen,“ erläutert er beim ersten Spatenstich am 10. September, „aber warum denn nicht. Wir denken, dass es genau die richtige Zeit dafür ist, um gestärkt aus der Krise zu kommen. Sie kennen ja unser Motto für die NordBau „Hier redet man miteinander“ und mit dem neuen Kongresszentrum verstärken wir dies noch einmal.“ Er und sein ganzes Team sehen positiv in das kommende Jahr und freuen sich auf die nächste NordBau. Die 66. NordBau findet, hoffentlich wie gewohnt und in alter Stärke vom 8. bis 12. September 2021 auf dem Messegelände Holstenhallen in Neumünster statt.

Humbaur GmbH / Trailerzentrum Altenholz

Stefan Reschke, Geschäftsführer des Trailerzentrums in Altenholz, nahm den geringen „Besucherandrang“ mit der nötigen Portion Humor. „Es sind auf jeden Fall zu wenig Besucher, die hier vorbeischauen – da neigt man ein bisschen zur Depression- aber wir wollten trotzdem mitmachen, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt. Na, auf jeden Fall ist es das erste Mal, dass ich einen Parkplatz direkt vor dem Eingang bekommen habe und es laufen keine „Andenkenjäger“ herum.“ Abgesehen davon, dass die Messegesellschaft sich sehr bemüht hat, fand er jedoch, dass im Vorfeld zu wenig Werbung gemacht wurde und er hat viel zu wenige Plakate gesehen. Zusätzlich geisterten wohl Gerüchte durch die Gegend, dass die Veranstaltung gar nicht stattfindet. „Doch noch so eine NordBau“, und da ist er sich sicher, „geht definitiv nicht – das ist kein Konzept mit geschweige denn für die Zukunft.“

Stefan Reschke und Ingo Deist

Richel Group // Shelterall

Sie sind zwar mit ihrem Produkt, der Shelterall Rundbogenhalle nicht extra aus Frankreich gekommen, da Delphine Paillard und Pierre-Laurent Chanal, beide Sales Manager der Richel Group, derzeit in Deutschland wohnen, aber bereuen es auf keinen Fall an der Fachausstellung teilgenommen zu haben. Delphine erzählt zufrieden: „Als wir unsere Kunden angefragt haben, war die Resonanz erstaunlicherweise recht positiv, so dass wir mit guten Gewissen hierherkommen konnten. Es waren dann Kunden und Lieferanten hier, die extra unseretwegen nach Neumünster gekommen sind, so dass wir eigentlich durchgängig was zu tun hatten. Einige haben leider dann doch nicht die Zeit gefunden, aber im Großen und Ganzen waren potenzielle Kunden darunter.“ Und Pierre-Laurent ergänzt. „Wir sind mit der Messe eine Partnerschaft eingegangen, in der man sich gegenseitig unterstützt. Außerdem haben wir für diese Veranstaltung eine gute Zwischenlösung gefunden, mit der wir unter dem Einsatz von weniger Personal und Geld trotzdem ein tragbares Ergebnis erzielt haben.“

Delphine Paillard und Pierre-Laurent Chanal

Wacker Neuson Vertrieb Deutschland GmbH & Co. KG

Für Mathias Voigt, Leiter des Vertriebsregion Nord bei Wacker Neuson, ist die NordBau eine echte Herzensangelegenheit, denn immerhin gehört Wacker Neuson mit zu den Gründungsmitgliedern der NordBau. „Wir sind schon viele Jahre sehr eng mit der Messe verbunden. Deswegen hatten wir volles Vertrauen, dass auch die Fachausstellung Bau unsere Erwartungen erfüllen würde. Neumünster ist und bleibt ein gutes Messepflaster, auf dem wir uns jedes Jahr gerne präsentieren. Im Vorfeld haben wir, bedingt durch das Hygienekonzept, die Bereitschaft für einen Besuch bei unseren Kunden abgefragt und die meisten haben sich dann für den Samstag entschieden. Nichts desto trotz waren jeden Tag Kunden am Stand, die sich sehr zielgerichtet informiert haben. Sie hatten halt die Erwartungshaltung Neuheiten aus unserem emissionsfreien Programm, wie zum Beispiel den EZ17e, den wir das erste Mal in Norddeutschland dabei hatten, zu sehen und das haben wir ihnen ermöglicht bzw. vorher genauso kommuniziert.“ Das Konzept der Messe fand er passend zu Coronazeiten und man selbst habe durch ein Einbahnstraßensystem auf dem Stand dies ebenfalls umgesetzt.

Mathias Voigt und Axel Hellmann

Bott GmbH & Co. KG

Tanja Siebken, Gebietsverkaufsleiterin der Firma Bott, sah dem ganzen positiv entgegen. „Wir haben von Anfang an unsere Erwartungen niedrig gesteckt, somit wurden wir nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil war es sogar so gesehen recht gut, denn die Kunden, die am Stand waren, kamen ganz gezielt mit einem speziellen Anliegen zu uns und wir konnten uns ausführlich Zeit für Sie nehmen.“ Bei Bott gehören Loyalität und Beständigkeit zu den Firmengrundprinzipien und das gilt eben im Besonderen auch für langjährige Geschäftsbeziehungen. Deswegen war es keine Frage, ob man an der Fachausstellung teilnimmt und letztendlich hat es sich doch gelohnt.

Tanja Siebken

MBI Deutschland GmbH

„Wir haben echt geglaubt, dass es nach dem relativ entspannten Sommer, denn im Mai sah es ja wieder besser aus, wieder losgeht und dass die NordBau, so sie denn in gewohnter Form stattgefunden hätte, ein würdiger Restart nach Corona gewesen wäre.“, sinniert Thomas Fischer, Geschäftsführer der MBI, über die recht schmale Ersatzvariante; „ Sie ist halt eine Institution im Messegeschehen und im Gegensatz zu anderen Baumessen eine Investitions- und Käufermesse. Hier erreichen wir in der Regel, also unter normalen Bedingungen, Kunden, an die wir sonst in dieser Region nicht rankommen.” Aber alles in Allem ist das Ergebnis schon ok und die faire Preisgestaltung der Messe lässt ihn die Entscheidung nicht bereuen. Darüber hinaus konnten Sie viele Informationen zum Messegeschehen unter Covid-19-Bedingungen sammeln.

Thomas Fischer

Chr. Hamann, Bobcat, Bomag, Mecalac/Ahlmann und Doosan Händler

Den Handel mit Baugeräten und -maschinen hat Christian Hamann, wie er gerne schmunzelnd erzählt, mit einer Schubkarre angefangen und vor 18 Jahren seinen ersten Messeauftritt in Neumünster „hingelegt“. „Mittlerweile hat sich die NordBau zu unserer Hausmesse entwickelt, da wir fest in Schleswig-Holstein verwurzelt sind und normalerweise hier alle unsere Kunden sowie potenzielle Kunden treffen können.“, führt er aus, „Mit Corona sieht das nun ein bisschen anders aus, aber wir sind hier und das ist gut so!“ Von der Messegesellschaft hätte er sich noch ein bisschen mehr Bewerbung gewünscht, vielleicht auch im Radio und Regionalfernsehen, jedoch war das Preis- / Leistungsverhältnis für die Standfläche absolut fair, so dass es sich für sein Unternehmen irgendwie doch gerechnet hat.

Christian Hamann

MB Deutschland GmbH

Die NordBau ist für Stefano Rodighiero, Geschäftsführer der MB Deutschland GmbH, eine richtig wichtige Messe, insbesondere für den norddeutschen und südskandinavischen Raum. Fragt man ihn, was er sich erhofft hat, dann stellt er fest: „Wir wussten schon, dass deutlich weniger Interessierte die Chance auf einen Besuch wahrnehmen werden, doch so wenig hat uns dann schon gewundert. Aber wann hatte man mal schon eine Messe, bei der jeden Tag 100 % mehr Besucher als am Vortag an den Stand kommen? Wir haben die Messe dann zumindest für den intensiven Austausch mit unseren Händlern genutzt und es war besser hier zu sein als sich gar nicht zu präsentieren. Anders wäre logischerweise besser gewesen. So sind wir also in gewisser Weise irgendwie mit dem Verlauf zufrieden.“

Stefano Rodighiero und Marco Benetti

MTS Mobile Tiefbau Saugsysteme GmbH

„Wir waren letztes Jahr das erste Mal hier in Neumünster und obwohl es sich bei unseren Maschinen den Saugbaggern wirklich um ein Nischenprodukt handelt, sind wir mit der Resonanz doch sehr zufrieden.“, ordnet Markus Maier, Verkaufsberater bei MTS, seine Teilnahme ein, „Für uns stand es auch nie in Frage nicht herzukommen, denn gerade in diesen Zeiten müssen wir für unsere Kunden, wo es nur geht, präsent sein. Das Kundenpotenzial, das wir hier empfangen haben, entsprach dem des letzten Jahres und es waren wirklich gute Kontakte und Gespräche dabei.“ So ist für ihn klar, dass sie es genauso wieder machen würden.

Markus Maier mit einem Kollegen

ALLU Deutschland GmbH

So ein richtig zufriedenes Gesicht machte auch Ulrich Barth, Gebietsverkaufsleiter Norddeutschland bei ALLU, nicht. „Wir haben das Konzept mitgetragen, weil es auf jeden Fall wichtig war, sich wieder zu zeigen. Denn trotz der Pandemie müssen wir wieder zu einer gewissen Normalität kommen und wir wollten die Messe dabei begleiten. Corona wird nicht plötzlich einfach weg sein, sondern uns noch lange begleiten. Durch die wenigen Besucher hatten wir nebenbei Zeit Telefonakquise zu betreiben und konnten aber mit den Interessenten, die an unseren Stand kamen, teilweise intensive Verkaufsgespräche führen.“ Schlussendlich ist ALLU als langjähriger Partner der NordBau sofort als Aussteller bereit gewesen und man geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause. Hoffend, dass es eine Wiederholung in dieser Ausprägung nächstes Jahr nicht geben wird, könnte man jedoch im Fall der Fälle seiner Meinung nach die Planung des Besucheraufkommens in Zusammenarbeit mit den Ausstellern von der Messe noch stärker forcieren.

Ulrich Barth und Kollege

Palfinger GmbH

„Es gab unsererseits keine übertriebenen Vorstellungen, wie die Fachausstellung besucht werden wird“, konstatiert Torsten Röber, Palfinger Gebietsverkaufsleiter für CWS & Epsilon-R Krane, „und wir hatten dementsprechend sogar mit noch weniger gerechnet. Ergo lautet unser Fazit, dass es ganz ok so war. Normalerweise erbringt die Messe ja einen Mehrwert dadurch, dass das Gesamtangebot der Aussteller sehr viel weiter gefächert ist und man somit über den eigenen Kundenstamm hinaus mit Interessenten in Kontakt kommen kann. Trotzdem war es für uns sofort klar, dass wir die Messeleitung der Holstenhallen auch bei der Fachausstellung Bau unterstützen, da wir beiderseits auf eine langjährige gute Partnerschaft zurückblicken können.“ Zu dem analogen Angebot auf dem Gelände schickte Palfinger einen eigenen Livestream vom Stand in den digitalen Äther, so dass ein zusätzlicher Nutzen generiert werden konnte.

Torsten Röber

Krampe Fahrzeugbau GmbH

„Sehen, Schmecken, Fühlen, das ist schon in der Baubranche wichtig.“, weiß Matthias Vörding, Verkaufsberater bei Krampe, „Und nicht nur wir freuen uns, wenn wir direkten Kundenkontakt haben, sondern natürlich die Kunden auch.“ Deswegen findet er es gut, dass die Messe Neumünster den Mut und Willen hatte trotz der Einschränkungen eine Veranstaltung stattfinden zu lassen. Für das Coesfelder Unternehmen war es gar keine Frage mit dabei zu sein, da man schon über Jahre die NordBau als Aussteller begleitet. Natürlich ist die Kundendecke ziemlich dünn, doch die Gespräche im Zusammenhang mit einer Messe sind wichtig und eine Messe ist auch wichtig, um Neuheiten zu zeigen. Im Endeffekt hat man mit relativ wenig Aufwand doch einen guten Erfolg verbuchen können und das auch dank der guten Organisation seitens der Messegesellschaft.

Matthias Vörding

Hidromek West

„Für ein Händler ist die NordBau eigentlich ein echtes Muss,“, sagen Tobias Nüssler und Nils Busklas von Nüssler Baumaschinen aus Salzbergen, „denn hier trifft man seine Kunden bzw. potenziellen Kunden und hat gleichzeitig die umfassende Unterstützung des Herstellers vor Ort. Man kann also seinen Kunden auch mal Geräte zeigen oder sie für welche begeistern, die man nicht selbst auf dem Hof hat. Es ist halt nur schade, dass es dieses Jahr so klein ist, so dass viele Kunden den Weg nach Neumünster gescheut haben.“ Torsten Hildebrandt, Gebietsverkaufsleiter bei Manske Baumaschinen fügt noch an: „Die Besucherzahl ist wirklich etwas mau, aber man muss trotzdem da sein, weil doch der ein oder andere Kunde vorbeikommt oder kommen wollte. Und da sich die Kaufkraft im Moment etwas abschwächt, nutz man jede Gelegenheit, um mit den Kunden in Kontakt zu treten.“ Stoian Markov, der Hidromek West Geschäftsführer, ist trotzdem vollauf zufrieden und erläutert, „Wir sind einfach von der NordBau begeistert, weswegen wir bei der Zusage zur Fachausstellung nicht gezögert haben. Dieses Mal konnten wir sogar durch die spezielle Situation eine deutlich größere Standfläche anmieten und somit einen richtig guten Ausschnitt unserer Produktepalette darstellen, was wirklich gerne gemacht haben. Mit unseren Händlern und interessierten Besuchern gab es sehr ausführliche und intensive Gespräche, die für eine erfolgreich Geschäftsbeziehung wichtig sind.“, und mit einem Schmunzeln merkt er noch an, „Vielleicht dürfen wir uns nächstes Jahr bei einer hoffentlich wieder normalen NordBau ebenfalls ein wenig vergrößern…“ Sebastien Zilyas, Market Development Marketing Manager Germany, fügt noch an, „ Es war für uns die dritte Teilnahme an der NordBau und trotz der besonderen Situation ist sie für uns sehr erfolgreich gewesen. In Europa ist der deutsche Baumaschinenmarkt einer der wichtigsten und die NordBau aus meiner Sicht die Plattform, auf der man die nordeuropäische Baubranche am besten erreicht. Deswegen nutzen wir sie um unser Händlernetz zu stärken, die Marke präsenter zu machen und natürlich, wie schon Stoian sagte, unsere Produktvielfalt zu promoten. Ich kann mich also nur den allgemeinen Wünschen und dem Hoffen anschließen, dass die nächste NordBau wieder in ihrer altgewohnten Form und Stärke stattfindet. Wir werden auf jeden Fall wieder dabei sein.“

Sebastien Zilyas (ganz links) und Stoian Markov (Mitte, links vom Rollup) mit Vertretern ihrer Händler Manske und Nüssler Baumschinen.