Zwei Minibagger für beengte Baustellen mit unterschiedlichen Schwerpunkten bei Hubleistung und Wendigkeit
Yanmar Compact Equipment EMEA positioniert den SV26-7 und den ViO27-7 als neue Generation seiner Minibagger für das stark umkämpfte 2- bis 3-Tonnen-Segment. Beide Modelle zielen auf Anwendungen im Bauwesen, Landschaftsbau und im urbanen Umfeld, unterscheiden sich jedoch bei der konstruktiven Auslegung. Während der ViO27-7 mit seinem Zero-Tail-Swing-Konzept vor allem für Arbeiten auf engem Raum ausgelegt ist, setzt der SV26-7 auf ein Kurzheckdesign und eine Konstruktion, die zusätzliche Stabilität und Hubleistung ermöglicht.
Die Anforderungen in diesem Maschinensegment haben sich in den vergangenen Jahren weiter ausdifferenziert. Auf innerstädtischen Baustellen, bei Sanierungsarbeiten oder im Garten- und Landschaftsbau stehen häufig geringe Platzverhältnisse einer möglichst hohen Arbeitsleistung gegenüber. Hinzu kommt die Bedeutung des Mietgeschäfts, in dem Maschinen von Bedienern mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen eingesetzt werden. Beide Yanmar Modelle kombinieren deshalb kompakte Abmessungen mit einer auf einfache Bedienung und präzise Arbeitsbewegungen ausgelegten Konstruktion.

Kompakte Abmessungen für Arbeiten auf engem Raum
Der ViO27-7 nutzt das von Yanmar etablierte Zero-Tail-Swing-Prinzip. Sein Heckschwenkradius beträgt lediglich 750 Millimeter. Damit kann die Maschine auch dort arbeiten, wo das Heck beim Schwenken nur wenig Abstand zu Gebäuden, Mauern oder Verkehrsflächen hat. Das Konzept reduziert insbesondere im innerstädtischen Einsatz das Risiko, beim Drehen mit dem Maschinenheck Hindernisse zu berühren.
Beim SV26-7 verfolgt Yanmar dagegen einen anderen konstruktiven Ansatz. Das Kurzheckdesign kombiniert ein optimiertes Gegengewicht mit einer auf Stabilität ausgelegten Maschinenkonfiguration. Der Heckschwenkradius beträgt 1.165 Millimeter beziehungsweise 1.240 Millimeter mit Gegengewicht. Damit richtet sich das Modell stärker auf Einsatzfälle, bei denen neben den kompakten Abmessungen vor allem Traktion, Standfestigkeit und konstante Hubleistung gefragt sind.
Trotz ihrer unterschiedlichen Heckkonzepte bleiben beide Minibagger für das Segment vergleichsweise kompakt. Der SV26-7 weist einschließlich Kabine und Laufketten eine Gesamtbreite von 1.550 Millimetern auf, der ViO27-7 kommt auf 1.500 Millimeter. Das erleichtert den Zugang zu schmalen Arbeitsbereichen und reduziert zugleich den Aufwand beim Transport zur nächsten Baustelle. Die kompakte Auslegung geht dabei nicht zulasten der für die jeweiligen Einsatzbereiche erforderlichen Standfestigkeit.
17,7 kW Nettoleistung und hohe Grabkräfte
Für den Antrieb setzt Yanmar bei beiden Modellen auf den 3TNV80F. Der Motor erreicht eine Nettoleistung von 17,7 kW und eine Bruttoleistung von 18,4 kW bei 2.800 U/min. Die Auslegung verbindet eine kontinuierliche Leistungsabgabe mit einem auf den Einsatz im Kompaktbagger abgestimmten Kraftstoffverbrauch.
Bei den Arbeitsleistungen stehen Grabkraft und Reichweite im Mittelpunkt. Am Löffel stehen bis zu 21,4 kN zur Verfügung, am Stiel sind es bis zu 16,5 kN. Die maximale Grabtiefe beträgt bis zu 3.025 Millimeter. Damit decken die Maschinen typische Aufgaben im Leitungsbau, im Garten- und Landschaftsbau sowie bei kleineren Erd- und Bauarbeiten ab.
Auch beim Fahren verfügen die Minibagger über ausreichende Reserven für anspruchsvollere Untergründe. Die maximale Zugkraft liegt bei 23,5 kN. Für Arbeiten entlang von Gebäuden, Mauern oder anderen baulichen Strukturen bietet der Ausleger einen Schwenkwinkel von 75° nach links und 60° nach rechts. Dadurch lässt sich der Arbeitsbereich gezielt seitlich versetzen, ohne die gesamte Maschine neu positionieren zu müssen.
Eine wesentliche Rolle für die Steuerbarkeit übernimmt das hydraulische ViPPS-System von Yanmar. Es ist auf die gleichzeitige Ausführung mehrerer Funktionen ausgelegt und ermöglicht auch während der Fahrt kombinierte Bewegungen. Gerade bei fein abgestimmten Arbeitsabläufen, bei denen Ausleger, Stiel, Löffel und Fahrwerk gleichzeitig betätigt werden, kommt es auf eine möglichst gleichmäßige und kontrollierbare Hydraulik an.

Stabilität und Kontrolle im Arbeitsbereich
Neben den reinen Leistungsdaten bildet die Stabilität einen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Konzepten. Beim SV26-7 unterstützt die ausgewogene Maschinenkonstruktion eine verstärkte Heckstruktur. Dadurch bleibt die Maschine auch bei Arbeiten mit schwereren Anbaugeräten oder auf unebenem Untergrund auf eine stabile Arbeitsweise ausgelegt.
Der ViO27-7 muss dagegen die Anforderungen des Zero-Tail-Swing-Konzepts mit einer ausreichend stabilen Arbeitsplattform verbinden. Dazu tragen das robuste Fahrwerk und die optimierte Gewichtsverteilung bei. Trotz des geringen Hecküberstands soll die Maschine damit kontrollierbar bleiben, wenn auf beengtem Raum Schwenkbewegungen oder seitliche Arbeitsbewegungen erforderlich sind.
Bei der Überarbeitung der Modelle wurde zudem die Hubleistung erhöht. Im Frontbereich fällt die Verbesserung mit bis zu 11 Prozent aus. Damit erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten insbesondere dort, wo neben der klassischen Erdbewegung auch das Heben und Positionieren von Material oder der Einsatz entsprechender Anbaugeräte zum Arbeitsumfang gehört.
Yanmar setzt auf Bedienerergonomie
Bei der Gestaltung von Kabine und Fahrerarbeitsplatz rückt die tägliche Bedienbarkeit in den Vordergrund. SV26-7 und ViO27-7 verfügen über geräumige Kabinen, einen einfach ausgeführten Einstieg und eine gute Rundumsicht. Intuitiv angeordnete Bedienelemente sollen die Kontrolle über die Arbeitsfunktionen erleichtern und eine präzise Maschinenführung unterstützen.
Die ergonomische Auslegung ist vor allem für längere Arbeitseinsätze relevant. Eine übersichtliche Anordnung der Bedienelemente und gute Sichtverhältnisse können dazu beitragen, unnötige Bewegungen zu reduzieren und die körperliche Belastung des Bedieners über den Arbeitstag hinweg gering zu halten. Im Mietgeschäft kommt hinzu, dass die Maschinen regelmäßig von Personen mit unterschiedlichem Erfahrungsstand bedient werden. Eine möglichst schnell erfassbare Bedienstruktur gewinnt unter diesen Bedingungen entsprechend an Bedeutung.
Das Einsatzspektrum beider Modelle reicht von urbanen Bauarbeiten und Leitungsbau über den Garten- und Landschaftsbau bis zu kleineren Erd- und Bauprojekten. Der ViO27-7 ist aufgrund seines Zero-Tail-Swing-Konzepts besonders auf Situationen zugeschnitten, in denen der verfügbare Bewegungsraum stark begrenzt ist. Der SV26-7 bietet dagegen konstruktive Reserven bei Stabilität und Hubleistung und adressiert damit Anwendungen mit höheren Anforderungen an die Arbeitsplattform.
Transport und Wartung auf den Baustellenalltag abgestimmt
Auch die Logistik zwischen den Einsatzorten gehört bei Minibaggern dieser Größenklasse zu den entscheidenden Faktoren. Beide Modelle lassen sich innerhalb der 3,5-Tonnen-Transportgrenze bewegen, sofern sie mit der vorgesehenen Standardausrüstung einschließlich Schnellwechsler und drei Löffeln ausgestattet sind. Damit können sie für eine Vielzahl typischer Baustelleneinsätze transportiert werden, ohne dass für den Maschinenwechsel grundsätzlich ein schwereres Transportfahrzeug erforderlich wird.
Bei Wartungs- und Servicearbeiten erleichtern großzügig dimensionierte Wartungsöffnungen den Zugang zu den relevanten Komponenten. Das schafft bessere Voraussetzungen für tägliche Kontrollen und routinemäßige Wartungsarbeiten und kann den Zeitaufwand bei Serviceeinsätzen reduzieren. Gerade bei Maschinen, die häufig zwischen verschiedenen Baustellen wechseln oder in Mietflotten eingesetzt werden, spielt die schnelle Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft eine wesentliche Rolle.
Mit SV26-7 und ViO27-7 verfolgt Yanmar damit zwei unterschiedliche Ansätze innerhalb derselben Gewichtsklasse. Der ViO27-7 stellt die möglichst geringe Heckausladung und die Arbeit auf beengtem Raum in den Mittelpunkt, während der SV26-7 stärker auf Stabilität und Hubleistung ausgerichtet ist. Gemeinsam sind beiden Modellen der 3TNV80F, das ViPPS-Hydrauliksystem, die kompakte Bauweise und die Auslegung auf einen vielseitigen Einsatz im Bau- und GaLaBau. Die Maschinen tragen dabei das charakteristische Yanmar Farbschema in Premium Red und ergänzen das Angebot des Herstellers im europäischen Kompaktmaschinensegment.
Fotos: Yanmar Compact Equipment




