Corona-Lösungen zur Krisenbewältigung
Mit Unter­stützung der UniCredit in Turin gebauter Cura-Prototyp, der inzwischen innerhalb des Komplexes Officine Grandi Riparazioni im Zentrum von Turin im Einsatz ist

Corona-Lösungen zur Krisenbewältigung

Die Corona-Pandemie könnte sich zu einer weltweiten Krise ausweiten. In vielen Ländern reagieren Architekten, Ingenieure und Designer auf die daraus resultierenden Herausforderungen und entwickeln Lösungen zur Behandlung von Infizierten oder generell auch zur Unterbringung von Menschen, die Opfer solcher Katastrophen geworden sind

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Notfallcontainer als Open-Source-Projekt

Zur Zwei-Betten-Intensivstation „CURA“ umgebauter standardmäßiger 20-Fuß-Container, der mit den technischen Einrichtungen zur Erzeugung eines Unterdrucks und der Filterung der dabei angesaugten Luft ausgestattet ist

Unter Nutzung der Erfahrungen aus Wuhan, wo zur Eindämmung der Corona-Epidemie auf Basis standardmäßiger 20-Fuß-Container innerhalb weniger Tage Intensivhospitale mit 1.000 und mehr Betten aufgebaut worden waren, haben die italienischen Architekten Carlo Ratti und Italo Rota eine in einem solchen 20-Fuß-Container untergebrachte Zwei-Betten-Intensivstation entworfen. Mit Hilfe der „CURA“ (Connected Units for Respiratory Ailments) getauften Einheiten sollen bei Bedarf größere Feldlazarette aufgebaut werden, um Krankenhäuser auf der ganzen Welt zu unterstützen, ihre Intensivstationskapazität zu erhöhen und eine wachsende Zahl von Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen zu versorgen. (mehr …)

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Per Schiff in den zehnten Stock
Luftansicht des neuen Hebewerks mit zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefluteter Kanalbrücke

Per Schiff in den zehnten Stock

10 Stockwerke soll das Schiffshebewerk Niederfinow künftig Schiffe in die Höhe heben und ihnen so das Befahren des Oder-Havel-Kanals und damit die Überwindung eines Höhenunterschieds von rund 36 Metern ermöglichen. Die nahe der Ostgrenze Deutschlands gelegene Anlage wird in diesem Jahr den Probebetrieb aufnehmen

Streng genommen können Schiffe weder bergauf noch bergab fahren, das liegt in der Natur des Mediums, das sie als Verkehrsweg nutzen. Im Fall der am 17. Juni 1914 von Kaiser Wilhelm II offiziell in Betrieb genommenen, 134 Kilometer langen Wasserstraße zwischen Oder und Havel bedurfte es daher einer in Niederfinow in Brandenburg gelegenen, umfangreichen Schleusenanlage, um den „Großschifffahrtsweg Berlin-Stettin“ befahrbar zu machen. Insgesamt vier Schleusen-Kammern waren nötig, um dort größeren Motor- oder Dampfschiffen die Bewältigung des zwischen dem Wasserstand der Havel im Westen und der Oder im Osten herrschenden Niveauunterschieds von rund 36 Metern zu ermöglichen. Das Projekt erwies sich durchaus als erfolgreich. Allerdings stieg der Schiffsverkehr auf dem Oder-Havel-Kanal innerhalb weniger Jahre dermaßen rasant an, dass die Schleusenanlage schon bald ihre Kapazitätsgrenze erreichte. In den frühen dreissiger Jahren mussten Schiffe teils bis zu sechs Tage lang auf eine Schleusung warten. 

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Baggern mit Strom
Der Suncar TB1140E mit 16 Tonnen Einsatzgewicht ist der größte der Suncar-E-Bagger

Baggern mit Strom

Schweizerischer Innovationskraft, österreichischer Unternehmergeist und zuverlässige Technik aus Japan bilden die Grundlage für eine Elektrooffensive der besonderen Art

Mit Blick auf die Bauindustrie darf die ETH Zürich getrost eine der innovativsten und renommiertesten Forschungseinrichtungen in Europa genannt werden. Zum Beispiel entwickelten Studierende der Maschinenbau- und Elektroingenieurswissenschaften der Schweizer Hoch­schule bereits 2014 im Rahmen der ETH-Fokusprojekte weltweit erstmals das Versuchsmodell eines kabellos batteriebetriebenen Klein-Elektrobaggers.

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Das Wunder von Wuhan
Erdarbeiten auf dem geplanten Standort des Huoshenshan Hospitals im Stadtbezirk Caidian am Rande Wuhan. Insgesamt 35 Bagger und 10 Planierraupen waren hier zeitgleich im Einsatz

Das Wunder von Wuhan

Die Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei ist derzeit Schauplatz einer schrecklichen Tragödie. Weit über tausend Menschenleben hat der Ausbruch des sogenannten Corona-Virus bereits gefordert, Zehntausende sind infiziert. Einmal…

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Sinn und Unsinn
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Sinn und Unsinn

Verbraucht ein Großteil der Bestandsbauten in Deutschland weniger Energie, als die Prognosen des berechneten Energiebedarfs suggerieren? Das zumindest legt die Studie eines Bauphysikers aus Bielefeld nahe. Höchste Eisenbahn also, dem Zusammenhang nachzugehen, bevor vom Klimapaket losgetretene tausendfache energetische Sanierungen wirkungslos verpuffen

Mehr als 54 Milliarden Euro will die derzeitige Bundesregierung in Investitionen insbesondere zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und das sogenannte Klimapaket stecken. Ein stattlicher Teil davon ist für die energetische Sanierung des Gebäudebestands vorgesehen. Die Frage ist nur, ob dieses Geld wirklich gut angelegt ist. (mehr …)

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Eine Wette auf die Zukunft
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Eine Wette auf die Zukunft

Mit der Investition in ein mit leistungsfähigem Fassi-Kran üppig ausgestattetes Fahrzeug setzt der Standort Wiesbaden der Einkaufsgenossenschaft „DEG – Alles fürs Dach“ auf eine steigende Nachfrage nach Hochkranleistungen und stellt sich damit höchst flexibel auf eine absehbare Entwicklung ein

Bis auf weiteres“, räumt der stellvertretende Niederlassungsleiter der DEG – Alles fürs Dach, Dirk Breidbach, ein, „ist der gerade erst übernommene Scania G410 mit dem beachtlichen Fassi-F455-Ladekran im firmeneigenen Fuhrpark eine Ausnahmeerscheinung.“ Schließlich habe man tagtäglich in erster Linie mit Dachziegeln, Dachsparren oder Dämmplatten zu tun – Materialien, welche Europas größte Einkaufsgenossenschaft für den Bedarf ihrer Kunden handelt, und für deren Auslieferung dem DEG-Standort Wiesbaden zahlreiche klassische Baustoff-Lkw zur Verfügung stehen. Doch der im schmucken Schwarz gehaltene Kran am Heck des jüngsten Neuzugangs der Fahrzeugflotte sprengt die üblichen Dimensionen eines Baustoffkrans bei weitem. Das sei auch gut so, gibt sich Breidbach überzeugt, denn dieser Kran soll nach dem Willen der Niederlassungsleitung nicht nur die üblicherweise ausgelieferten Baustoffe, sondern auch künftige Potenziale heben. Mit dieser nicht ganz unerheblichen Investition würde sich die DEG in einem ohnehin sehr dynamischen Umfeld auf eine klar erkennbare Entwicklung einstellen.

Soeben auf den Hof gefahren, ist der Fassi-F455-Ladekran des neuen Scania G410 von Jörg Pfaff zur Sicherung einer Retoure noch auf der Ladefläche abgestellt

Davon kann Disponent Andreas Harms ein Lied singen: „Die belieferten Unternehmen haben sich längst auf die von der DEG gebotenen kurzen Lieferzeiten eingestellt und verlassen sich gerne auch auf unsere große Flexibilität. So gehe ich, wenn ich morgens eine Materialbestellung reinbekomme, hinsichtlich des Liefertermins standardmäßig davon aus, dass wir das Material noch am gleichen Tag liefern sollen.“ Doch nicht nur das: Denn zugleich, fährt er fort, stiegen die Ansprüche. Die Zeitfenster zum Entladen würden immer kürzer, die Bedingungen auf der Baustelle zugleich immer schwieriger. Das sei der Grund, warum absolut notwendig sei, einige Fahrzeuge mit Ladekran auszustatten.

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Solarstrom für Mieter
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Solarstrom für Mieter

Beim vom Wirtschaftsministerium geförderten Projekt „WINNER“ wurde in Chemnitz getestet, inwieweit es praktikabel ist, Solarstrom vom Dach eines größeren Mehrfamilienhauses Mietern wie Gewerbetreibenden zur Verfügung zu stellen und zugleich für das Laden vorm Haus abgestellte Elektroautos zu verwenden

Seit mehr als einem Jahr wird der von einer Photovoltaikanlage auf einem Gebäude der Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft eG an der dortigen Alfons-Pech-Straße erzeugte Strom direkt in die Stromversorgung der Mietwohnungen und einiger benachbarter Gewerbebetriebe eingespeist und zugleich zur Versorgung von vier Elektrofahrzeugen eines Carsharing-Pools herangezogen.

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Fassi hebt die Effizienz
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Fassi hebt die Effizienz

Zuverlässigkeit und ein attraktives Preisniveau, das hat die Hamburger Firma Peter Beuck Recycling bereits vor vielen Jahren als Schlüsselmerkmale für unternehmerischen Erfolg ausgemacht. Beides verlangt eine ausgeklügelte Logistik, bei der alle Effizienzpotenziale ausgeschöpft werden. So investiert die Geschäftsführung in modernste Technik, bei der auf Fahrzeugseite Krane des italienischen Kranspezialisten Fassi nicht fehlen dürfen

Ende Mai biegt Norman Halberstadt mit seinem neuen Volvo-Dreiachser in die Hoisbütteler Straße in Ohlstedt am nordöstlichen Stadtrand von Hamburg ein. Der im schmucken Schwarz gehaltene Truck gibt sich über seine weiß-rote Beschriftung als Fahrzeug der Firma Peter Beuck Recycling zu erkennen. Huckepack mit an Bord ist ein ebenfalls schwarzer 18-Kubikmeter-Abrollbehälter, der ganz offensichtlich ebenso neuwertig daherkommt wie sein fahrbarer Untersatz. Die Firmenadresse „www.der-hamburg-bag.de“ prangt in großen Lettern auf dem Stahlbehälter.

Sammelservice des Recycling-Spezialisten

Damit ist sogleich umrissen, mit welchem Ziel Halberstadt an diesem Freitagvormittag unterwegs ist: Er fährt auf seiner Tour durch mehrere Neubaugebiete am Rande der Hansestadt eine ganze Reihe kleinerer Baustellen ab, auf denen es gilt, in geringeren Mengen angefallenen Schutt, Fenster, Fliesen oder Holz zu entsorgen, und deren Bauherren bei Halberstadts Arbeitgeber aus diesem Grund einen oder mehrere sogenannte Big Bags geordert haben, die nun wieder eingesammelt werden müssen.

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Rohstofftrends im Fokus
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Rohstofftrends im Fokus

Mining ist ein weites Feld. Es umfasst sowohl die heimische Gewinnungsindustrie mit einschlägigen Tätigkeitsfeldern wie Sand, Kies oder Schotter als auch Rohstofffragen globaler Dimension wie Stahl, Kupfer oder Aluminium. Doch auf welchen Feldern spielt künftig die Musik am lautesten? Vieles spricht dafür, dass einige bislang unterhalb des Radars arbeitende Nebenschauplätze ins Zentrum des Interesses geraten werden. Wir wagen den Versuch, eine Übersicht zu gewinnen

Keine anderen auch für den Bergbau relevanten Fragen stehen derzeit mehr im Fokus der globalen Wirtschaft, als jene nach Umweltschutz und Energieversorgung. Kohle als Energieträger verliert an Bedeutung, die Ölreserven neigen sich in den ersten Ländern der Erschöpfung zu und die zunehmende Erd­erwärmung diktiert ohnehin auf Sicht einen Ausstieg aus der Verbrennung zur Gewinnung von Energie. Die Frage nach den Alternativen scheint einstweilen geklärt: Ausschließlich die Nutzung der Energie von Sonne, Wind oder Wasser und ihre Umwandlung in Elektrizität versprechen langfristig einen Ausweg aus dem Klimakollaps der Erde.

Auch wenn sich die nötigen drastischen Konsequenzen vorläufig noch nicht abzeichnen, drehen erste Industriezweige gewissermaßen in den Wind. Allen voran die Autoindustrie. Sie rüstet sich inzwischen weltweit für einen Umstieg auf Elektromobilität. Hier, aber beileibe nicht nur hier, gerät eine Komponente in den Blick, die bei dieser Zeitenwende eine Schlüsselfunktion innehat: Die Batterie, deren Aufgabe es ist, bei Bedarf eine vor wenigen Jahrzehnten noch unvorstellbare Energie zu liefern. Doch nicht nur in Sachen Mobilität ist die Speicherung sehr großer Energiemengen künftig gefragt. Auch zur Pufferung erneuerbarer Energien rückt die Batterietechnik allmählich in den Blick. Diese Entwicklung wirkt oder wird sich sehr deutlich auf den globalen Rohstoffmarkt auswirken.

Das gilt sowohl für bislang nur in vergleichsweise geringen Mengen gebrauchte Grundstoffe für die Batterieproduktion als auch für Kupfer als wichtigstes Medium zum Leiten elektrischen Stroms bis hin zum Aluminium, das künftig sehr viel mehr zur reichweitensteigernden Gewichtsreduzierung eingesetzt werden wird.

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Geht uns der Sand aus?
Küstenschutz durch Sandaufschüttung in den Niederlanden

Geht uns der Sand aus?

Sand, das suggerieren einige geläufige Redewendungen, scheint ein Material zu sein, das in unendlicher Fülle vorhanden ist. Doch das ist ein Trugschluss. Als Baumaterial unverzichtbar, erreicht sein Verbrauch Dimensionen, die mancherorts bereits zu dramatischer Verknappung führen

Der Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikkomplexes in Bangladesch forderte 1135 Menschenleben, über 2000 Menschen wurden verletzt. Hauptursache des Einsturzes war eine unter Verwendung von unbrauchbarem Sand hergestellte Betonmischung

Am 24. April 2013 kollabierte am Rande von Dhaka in Bangladesch das in Stahlbeton-Skelettbauweise erstellte, achtstöckige Rana-Plaza-Fabrikgebäude und begrub Tausende Textilarbeiter unter sich. 1135 Menschen überlebten den Einsturz nicht, weit über zweitausend Arbeiter wurden verletzt. Hauptursache dieser verheerenden Katastrophe war, neben der unzureichenden Tragfähigkeit des Baugrundes, vor allem die Verwendung minderwertiger Baumaterialien. Die zentrale Rolle spielte dabei ein Material, das als Zuschlagstoff für Beton unverzichtbar ist: Sand.

Wie anderswo auch, hatte das Mischwerk, um Kosten zu sparen, bei der Herstellung des verwendeten Betons so weit als möglich auf regionale Zuschlagstoffe zurückgegriffen. Mit dabei die einzige Sandsorte, der man im Raum Dhaka durch Abbau der von den Flüssen aus dem Himalaja angeschwemmten Sedimentfracht habhaft werden kann. Doch durch den weiten Flusstransport ist dieser Sand letztlich viel zu feinkörnig.

 

Das, was der Bauwirtschaft vor Ort zur Verfügung stehe, darauf wies Geologieprofessor Harald Dill von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 2013 nach Veröffentlichung des Untersuchungsberichts über die Unglücksursachen hin, wäre als Baumaterial eigentlich nicht mehr geeignet. Mangels Alternativen und aus Kostengründen würde das Material in den meisten Fällen aber doch verwendet. Auch in anderen Weltregionen ist Sand, obwohl wie in der Sahara zu gigantischen, bis zu 100 Meter hohen Sandbergen aufgetürmt, in Wahrheit ein rarer Rohstoff, denn der Wüstensand ist am Ende noch viel unbrauchbarer.

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